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06.08.2013

10:51 Uhr

Warenfinanzierung gesichert

Praktiker-Märkte bleiben weiter geöffnet

Die Belieferung der Praktiker-Filialen mit Ware ist sichergestellt. Damit geht der Betrieb bei der insolventen Baumarktkette weiter. Die Geschäfte hätten sich stabilisiert, bald sollen Verkaufsangebote eintreffen.

Einkauf im Praktiker-Baumarkt: Bei der insolventen Kette geht der Betrieb weiter. dpa

Einkauf im Praktiker-Baumarkt: Bei der insolventen Kette geht der Betrieb weiter.

HamburgBei der insolventen Baumarktkette Praktiker geht der Betrieb weiter. Insolvenzverwalter Christopher Seagon habe sich mit wesentlichen Beteiligten über die Finanzierung zur Belieferung der Märkte mit Ware geeinigt, teilte er am Dienstag mit. Damit sei sichergestellt, dass diese Märkte weiter mit Waren beliefert werden.

Grundlage dafür sei ein Massekredit, über dessen Einzelheiten Stillschweigen vereinbart worden sei. Dieses Finanzierungsinstrument wird zahlungsunfähigen Unternehmen gewährt, damit der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

„Ich bin froh, dass wir uns nach intensiven Verhandlungen mit Warenkreditversicherern, Banken und Lieferanten über die Finanzierung der weiteren Warenversorgung einigen konnten“, sagte Seagon der Mitteilung zufolge. Die Geschäfte bei Praktiker hätten sich derweil stabilisiert, hieß es.

Gleichzeitig treibt der Verwalter den Verkauf voran. Verschiedene strategische und Finanzinvestoren haben Interesse an einer Übernahme der Praktiker/Max-Bahr-Gruppe im Ganzen oder in Teilen bekundet, erklärte Seagon. Konkrete Angebote sollen - wie bekannt - Anfang September eintreffen.

Die größten deutschen Firmenpleiten

Platz 16

Schlott

Druckerei/1480 Beschäftigte

(Quelle: Statista)

Platz 15

Hansa

Pflegeheim/1600 Mitarbeiter

Platz 14

Mäc Geiz

Discounter/1600 Mitarbeiter

Platz 13

Sellner

Autozulieferer/1600 Mitarbeiter

Platz 12

Escada

Modekonzern/2200 Mitarbeiter

Platz 11

Q-Cells

Solarindustrie/2300 Mitarbeiter

Platz 10

Schiesser

Textilhersteller/2300 Mitarbeiter

Platz 9

Edscha

Autozulieferer/2300 Mitarbeiter

Platz 8

Wadan-Werften

Schiffsbau/2400 Mitarbeiter

Platz 7

Honsel

Autozulieferer/3000 Mitarbeiter

Platz 6

Karmann

Autozulieferer/3400 Mitarbeiter

Platz 5

Quimonda

Chiphersteller/4600 Mitarbeiter

Platz 4

Manroland

Maschinenbauer/6500 Mitarbeiter

Platz 3

Woolworth

Kaufhaus/9300 Mitarbeiter

Platz 2

Schlecker

Drogeriekette/25.000 Mitarbeiter

Platz 1

Arcandor

Handel und Touristik/52.000 Mitarbeiter

Die Baumarktkette Praktiker hatte Mitte Juli Insolvenzantrag gestellt, wenig später folgte die Tochter Max Bahr. Die mehr als 50 Bestandsfilialen von Max Bahr seien ein wettbewerbsfähiges Unternehmen, sagte Ende Juli der für sie zuständige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die ursprünglichen 78 Max-Bahr-Märkte mit ihren rund 4000 Arbeitsplätzen vollständig zu erhalten.

Diese ertragsträchtigere Baumarktkette des Konzern werde als Perle angesehen, ergänzte Schröder. Dennoch sei die Verkaufsperspektive besser, wenn auch diese Märkte Teil eines Gesamtpaketes blieben. Verwalter Seagon machte zum Start des Investorenprozesses, der vom Investmenthaus Macquarie Capital begleitet wird, Ende Juli deutlich, dass noch keine Angebote von Investoren vorlägen, sondern nur Interessenbekundungen. Er bezeichnete sie als ernsthaft und sie beträfen einzelne Filialen bis hin zur Gesamtgruppe. „Es sind mehr als zwei Hand voll, mehr als zehn“, sagte Seagon.

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