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21.05.2013

09:19 Uhr

Warenhauskette

Karstadt-Beschäftigte streiken gegen Tarif-Ausstieg

Die Mitarbeiter der Karstadt-Filiale in Sulzbach sind am Dienstag in einen Warnstreik getreten. Damit protestieren die Beschäftigten gegen den Ausstieg des Unternehmens aus der Tarifbindung.

Durch den Ausstieg aus dem Tarifvertrag müssten die Beschäftigten auf ein Gehaltsplus verzichten. dpa

Durch den Ausstieg aus dem Tarifvertrag müssten die Beschäftigten auf ein Gehaltsplus verzichten.

FrankfurtBeschäftigte der kriselnden Warenhauskette Karstadt streiken am Dienstag gegen den Ausstieg des Unternehmens aus der Tarifbindung. Die Beschäftigten der Karstadt-Filiale im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach würden in einen befristeten Warnstreik treten, kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Geplant seien Demonstrationen nach einer Betriebsversammlung ab 10.30 Uhr.

Karstadt hatte vor einer Woche mitgeteilt, ab sofort und für die kommenden beiden Jahre aus der Tarifbindung für den Einzelhandel auszusteigen. Damit entfallen für die Mitarbeiter bis 2015 Gehaltserhöhungen, die durch Tarifverträge vereinbart werden.

Verdi kritisierte, die Geschäftsleitung von Karstadt sei „blitzartig aus der Tarifbindung geflüchtet und möchte ihren Beschäftigten zukünftige Einkommenserhöhungen verweigern“. Im Einzelhandel laufen derzeit auch Tarifverhandlungen für die gesamte Branche, die Gewerkschaft hatte bereits mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Geschäfte von Karstadt laufen einem Bericht des „Handelsblattes“ vom Montag zufolge derzeit nicht gut. Im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2011 sei der Umsatz von 3,2 auf 3,1 Milliarden Euro gesunken. Im aktuellen Geschäftsjahr, das im Oktober begonnen hat, fielen die Einnahmen des Kaufhauskonzerns demnach noch einmal um zehn Prozent.

Von

afp

Kommentare (2)

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AxelSiegler

21.05.2013, 10:43 Uhr

.. wird Karstadt der nächste Einzelhändler, den Verdi in den Ruin treibt?

KaufhausBusiness

21.05.2013, 11:25 Uhr

Das klassische Kaufhaus hat in der heutigen Form keine Überlebenschance und man muß die Geschäftsmodelle entsprechend anpassen. Einige Bereiche kann Karstadt nicht mehr anbieten da Filialisten wie Saturn etc. einfach günstiger anbieten können. Das Internet sorgt dafür das echte Fachgeschäfte probleme bekommen, die Leute informieren sich dort, kaufen dann aber im Netz. das fällt erst auf wenn die Fachgeschäfte weg sind und man sich nirgends mehr erkundigen und beraten lassen kann... Hauptdsache Billig gekauft... die klassische Deutsche Denke. Karstadt wird nur in großen Städten überleben da ist genug Nachfrage, je ländlicher je mehr Internet.

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