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21.03.2018

15:11 Uhr

Warenhauskette

Karstadt macht erstmals seit zwölf Jahren wieder Gewinn

Karstadt hat erstmals seit zwölf Jahren ein Geschäftsjahr mit einem Gewinn beendet. Nun sollen auch wieder neue Warenhäuser eröffnen.

Firmenchef Stephan Fanderl will den Warenhauskonzern zu einem „vernetzten Marktplatz“ umformen. dpa

Karstadt

Firmenchef Stephan Fanderl will den Warenhauskonzern zu einem „vernetzten Marktplatz“ umformen.

DüsseldorfDer Warenhauskonzern Karstadt schreibt nach Jahren der Krise wieder schwarze Zahlen. Karstadt habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 erstmals seit zwölf Jahren einen Jahresüberschuss erzielt, teilte der Essener Traditionskonzern am Mittwoch mit. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,4 Millionen Euro. Auch der Umsatz sei auf vergleichbarer Fläche leicht gestiegen.

Die Vermietung von Flächen an Partner wie Aldi, Edeka oder Apollo Optik habe sich zudem positiv ausgewirkt. Karstadt will nun in die Offensive und wieder neue Filialen eröffnen, kündigte Karstadt-Chef Stephan Fanderl an: „Wir haben ein Portfolio von interessanten Standorten und es ist nicht die Frage ob, sondern wann und an welchem davon ein neues Warenhaus entstehen wird.“

Karstadt kämpfte über Jahre mit Verlusten. Die Kette war 2014 vom österreichischen Immobilien-Investor René Benko gekauft worden, Fanderl übernahm das Ruder. Er setzte zunächst den Rotstift an, lichtete den Markendschungel im Sortiment und verordnete Karstadt eine verstärkte lokale Ausrichtung der Warenhäuser.

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Zudem holte er Partner in die Warenhäuser und kurbelte das Online-Geschäft an – Fanderl will Karstadt zu einem „vernetzten Marktplatz“ umformen. Bis zum Geschäftsjahr 2019/20 wolle er den Anteil des Online-Umsatzes auf rund zehn Prozent steigern, kündigte der Manager an.

Das dicht geknüpfte Filialnetz soll dem Konzern zudem einen Vorteil gegenüber Online-Händlern mit Zentrallagern bringen. Fanderl will dazu den Anteil von Filialen steigen, aus denen Karstadt Waren an die Kunden versendet. Derzeit sind es etwa 30 Warenhäuser, bis zum Jahresende sollen es alle 79 Filialen sein.

Bereits im Geschäftsjahr 2015/16 hatte der Kaufhof -Konkurrent den Verlust deutlich verringert. Er hatte damals einen Jahresfehlbetrag von 7,5 Millionen Euro verzeichnet. Davor lag das Minus noch bei knapp 65 Millionen Euro. Nun konnte Karstadt einen kleinen Gewinn ausweisen. Der von Fanderl eingeschlagene Sanierungskurs zeigt damit Wirkung.

Benko hatte in der Vergangenheit zudem auch die Fühler nach dem Wettbewerber Kaufhof ausgestreckt. Der nordamerikanische Kaufhof-Eigner HBC hatte eine Übernahme-Offerte aber ausgeschlagen – obwohl die Tochter mit Umsatzrückgängen und Verlusten kämpft.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr chris schnitzler

21.03.2018, 14:48 Uhr

Na endlich mal etwas positives- und das nach 12 Jahren- wahnsinn!

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