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05.11.2011

12:03 Uhr

Warenhauskette

Karstadt treibt Umbau voran

Rund ein Jahr liegt die Insolvenz des Unternehmens Karstadt zurück und noch immer wird hart gekämpft. Jetzt geht es um das Weihnachtsgeschäft, auf das Unternehmenschef Andrew Jennings große Hoffnungen setzt.

Der Schriftzug des Unternehmens an einem Warenhaus in Düsseldorf. dpa

Der Schriftzug des Unternehmens an einem Warenhaus in Düsseldorf.

BerlinKarstadt-Chef Andrew Jennings erwartet in diesem Jahr ein deutlich besseres Weihnachtsgeschäft als 2010. „Wir haben dem Ziel eines guten Weihnachtsgeschäftes alles andere untergeordnet. Wenn nicht mehrere Meter dick der Schnee fällt, rechnen wir mit einer spürbaren Verbesserung gegenüber dem Vorjahr“, sagte Jennings der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht.

Er sei optimistisch, dass die Stabilisierung des erst vor einem Jahr aus der Insolvenz gekommenen Unternehmens gelingt. „Wir sind im Plan.“ Die 120 Karstadt-Warenhäuser würden deutlich attraktiver und übersichtlicher. Je nach Bereich verzichte die Kette auf 20 bis 25 Prozent der Artikel und biete im Gegenzug mehr als 25 neue internationale Marken an.

Das bereits angelaufene Modernisierungsprogramm für die Karstadt-Filialen werde man fortsetzen, so Jennings. Dabei werde das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 400 Millionen Euro investieren. Das Geld komme nicht von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen. „Modernisierungen finanzieren wir aus dem Cashflow. Und der bleibt trotz der Investitionen positiv“, sagte er. Auch zusätzliche Lohnkosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro nach dem Auslaufen des Sanierungstarifvertrags im November 2012 seien kein Problem.

Das vor wenigen Tagen bekanntgewordene Kaufangebot des Karstadt-Eigentümers Berggruen für den Konkurrenten Kaufhof wollte Jennings nicht kommentieren.„Herr Berggruen ist ein internationaler Investor mit vielen Projekten rund um die Welt. Wir sind Teil der Organisation und können das nicht kommentieren“, sagte er. An einer Übernahme der Metro-Tochter Kaufhof ist neben Berggruen auch die österreichische Immobilienfirma Signa interessiert.

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