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17.11.2014

19:03 Uhr

Warenhauskette

Karstadt vertagt Tarifgespräche

Karstadt nutzt die Verzögerungstaktik: Die Gespräche über Tarifverträge sollen bis zum 9. Dezember vertagt werden. Bislang konnte nur eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Strittige Punkte wurden noch nicht diskutiert.

Dunkle Wolken über die Firmenzentrale von Karstadt in Essen: Die Tarifverhandlungen sind bis Dezember ausgesetzt. dpa

Dunkle Wolken über die Firmenzentrale von Karstadt in Essen: Die Tarifverhandlungen sind bis Dezember ausgesetzt.

KölnDie Tarifgespräche beim angeschlagenen Warenhauskonzern Karstadt sind am Montag ohne Ergebnis vertagt worden. Sie sollen am 9. Dezember fortgesetzt werden, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. In der zurückliegenden Runde habe es eine Bestandsaufnahme vorrangig zur KaDeWe-Group und zu den Konzepten für die Karstadt-Warenhäuser gegeben, ohne dass strittige Punkte und Forderungen im Detail diskutiert worden seien.

Dies sei für die zweite Dezemberwoche geplant. Verdi fordert noch vor Jahresende konkrete tarifvertragliche Regelungen, um den Mitarbeitern eine sichere finanzielle Perspektive liefern zu können, deren Jobs im Zuge der geplanten Filialschließungen wegfallen sollen.

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl hat von der rund 17.000 Mitarbeiter starken Belegschaft harte Einschnitte gefordert. Ein entsprechendes Paket mit umfangreichen Kürzungsplänen hat das Management bereits bei den bisherigen Tarifverhandlungen für den Konzern auf den Tisch gelegt.

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Nach der Übernahme der Warenhauskette durch den österreichischen Immobilien-Investor Rene Benko sollen zudem sechs Filialen geschlossen werden. Verdi stemmt sich gegen die geforderten Einschnitte. Die Gewerkschaft lehnt einen Verzicht auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld ebenso ab, wie eine Verlängerung der Arbeitszeiten. Vielmehr fordert sie ein Konzept für die Rückkehr in die Tarifbindung und Investitionen in die Filialen.

Von

rtr

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