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06.04.2013

14:40 Uhr

Warenhauskonzern

Karstadt kassiert Umsatzprognose

Karstadt korrigiert seine mittelfristigen Planungen nach unten. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, senkt das Unternehmen von Nicolas Berggruen seine Prognosen um einen dreistelligen Millionen-Betrag.

Karstadt korrigiert seine Prognosen – nach unten. dapd

Karstadt korrigiert seine Prognosen – nach unten.

FrankfurtBei Karstadt entwickeln sich die Umsätze einem Magazinbericht zufolge deutlich schlechter als geplant. Der Warenhauskonzern rechne in diesem Jahr mit einem Erlös von 3,129 Milliarden Euro, das seien 232 Millionen Euro weniger als bislang geplant, berichtet die "Wirtschaftswoche" vorab und beruft sich dabei auf eine vertrauliche Mittelfristplanung. Dieser Trend setze sich darin auch in den kommenden Jahren fort. So erwarte Karstadt 2016 einen Umsatz von 3,336 Milliarden Euro, das seien sogar 375 Millionen Euro weniger als noch in der Mittelfristplanung von 2011 erwartet worden sei.

Für eine Stellungnahme war bei dem Unternehmen am Samstag niemand zu erreichen.

Zudem will das Karstadt-Management dem Bericht zufolge die Investitionen zurückfahren. Anders als in den Vorjahren geplant stünden für 2013 nicht 80 Millionen Euro für Investitionen bereit, sondern nur 68,5 Millionen Euro. Davon seien 24,8 Millionen Euro für Filialprojekte etwa in Nürnberg, Düsseldorf und Frankfurt vorgesehen. Auch für das nächste Jahr seien die ohnehin schmalen Investitionsbudgets zusammengestrichen worden. Unter Problemen leiden laut "Wirtschaftswoche" offenbar nicht nur die normalen Karstadt-Häuser, sondern auch die Flaggschiffe und Sporthäuser.

Das 2010 vom Milliardär Nicolas Berggruen aus der Insolvenz übernommene Unternehmen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abzubauen. Der Schritt wurde seinerzeit mit den herausfordernden Marktbedingungen begründet. Details zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung nannte Vorstandschef Andrew Jennings nicht. Seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 hatte der Kaufhof -Konkurrent erst verspätet Mitte Februar vorgelegt, Zahlen für 2011/12 wurden noch nicht veröffentlicht. Für das vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 laufende Geschäftsjahr hatte Karstadt unter dem Strich einen Fehlbetrag von 20,8 Millionen Euro ausgewiesen.

Von

rtr

Kommentare (15)

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Aristoteles

06.04.2013, 14:52 Uhr

Wundert jemanden diese Meldung ? Berggruen hat und hatte doch gar kein Interesse an dem Warengeschäft von Karstadt.

tja

06.04.2013, 14:56 Uhr

Und Berggrün benutzt Karstadt für seinen ganz persönlichen Striptease.
Ob das schlau sein kann?
Wen interessiert so etwas?

Account gelöscht!

06.04.2013, 15:12 Uhr

Schade, dass Karstadt nicht besser läuft, dass Internet wird daran seinen Anteil haben.
Doch auch dass Management. Vor einigen Monaten besuchte ich in Dortmund das baulich attraktive Karstadt-Sporthaus in 1A Lage und war entsetzt. Ich lege wehrt auf qualitativ gute Sportkleidung, Atmungsaktiv aus Baumwoll oder auch ggf. aus speziellen hautfreundlichen, atmungsaktiven Mikrofasern. doch was fand ich, zu 98% Plastik in allen Etagen, ok teilweise von bekannten Marken und grundsätzlich zu astronomischen Preisen, dafür dass es halt aus einfachem Plastik ist. In anderen Häusern kann ich zu etwa gleichen Preise wesentlich höherwertige Produkte kaufen. Auf solch einem Angebot aus stinkender Plastik, vor allem, wenn Schweiss hinzukommt, kann ich verzichten.

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