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02.01.2013

20:42 Uhr

Warnung des Bundesamtes

Eingleisige Bahnstrecken werden zur Gefahr

Das Bundesamt warnt vor dem „enormen Gefahrenpotential“ bei eingleisigen Bahnstrecken. Eine veraltete Bremstechnik sorge immer wieder für Störungen in der Signaltechnik - und erhöhe das Risiko von Kollisionen.

Eingleisige Bahnstrecken sorgen immer wieder für Unfälle. dpa

Eingleisige Bahnstrecken sorgen immer wieder für Unfälle.

Essen/Bonn/BerlinDas Eisenbahnbundesamt sieht auf eingleisigen Bahnstrecken erhebliche Sicherheitslücken, die zu Zug-Kollisionen führen könnten. Die Behörde hat deshalb die Bahngesellschaften angewiesen, bei Bremsmanövern von Lokomotiven und Triebwagen auf den üblichen Einsatz von Streusand zu verzichten. Der Sand könne die Signaltechnik stören, so dass belegte Gleisabschnitte irrtümlich als frei gemeldet werden. Dadurch sei es bereits wiederholt zu Unfällen oder gefährlichen Situationen gekommen, zitieren die Zeitungen der „WAZ“-Gruppe (Donnerstag) aus einer Allgemeinverfügung des Bundesamtes.

Wenn die neuen Regeln nicht eingehalten würden, müsse angesichts des „enormen Gefahrenpotenzials“ bei möglichen Unfällen von Reisezügen „mit einer Vielzahl an Toten und Verletzten“ gerechnet werden, warnt das Bundesamt in seiner Verfügung vom 20. Dezember. Es hat die Bahnbehörden deshalb angewiesen, die Bremsvorgänge früher zu starten und nur noch in Notfällen Sand einzusetzen.

Der Streusand sollte bislang vor allem auf feuchten, beispielsweise mit Herbstlaub bedeckten Schienen die Reibung beim Bremsen erhöhen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Mittwoch. „Die DB setzt die Weisung des Bundesamtes bereits seit dem 21. Dezember um. Alle Lokführer habe die Weisung erhalten.“ Die Sicherheit von Reisenden sei nicht gefährdet gewesen, versicherte der Sprecher.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Zugvogel

02.01.2013, 22:02 Uhr

Das geht dann bis zum ersten Unglück, das durch Nichtverwenden von Bremssand verursacht wurde...i

gvzdus

02.01.2013, 23:01 Uhr

Nachdem ich mehrmals wegen "Personen auf dem Gleis" festsaß, weil Kinder am Bahndamm gesichtet wurden, frage ich mich: Wäre nicht "Fahrt auf Sicht" (mit 10-50 km/h - je nach Sicht und Bremsweg) nicht eine Innovation, mit die Bahn zur Praxis bei Auto und Flugzeug aufschließen könnte?

Gerd

03.01.2013, 20:23 Uhr

Ganz ehrlich mal wer schreibt eigentlich solche schlecht recherchierten Artikel?
In dieser Weisung wird nicht mit einem einzigen Wort von "eingleisig" geredet, sondern sie gilt immer, auch wenn da 100 Gleise nebeneinander liegen. Als würde die Anzahl der verlegten Gleise einen Unterschied machen, also dazu muß man echt kein Eisenbahner sein, oder war dies ein Versuch Hordorf noch mal ins Gedächtnis zu rufen, was in keinster Weise damit in Verbindung zu bringen wäre. Ebenso handelt es sich nicht um eine "veraltete Bremstechnik" sondern rein um ein Mittel um den Reibwert zwischen Rad und Schiene zu erhöhen. Der Sand alleine bremst gar nichts. Dies ist zwar alt, hat aber starke Verwandtschaft mit einem Rad - man kann es nicht besser erfinden.
Am Besten ist es sie schaffen die Eisenbahn einfach ab. Keine Güterzüge mehr die "rasen", keine Bahnübergänge mehr an denen Leute sterben weil sie einfach trotz geschlossener Schranke über die Gleise gehen, keine Streiks mehr von Lokführern über die sich die Bahnpendler ärgern, achso die gibt's dann ja auch nicht mehr. Ganz nebenbei bekommen wir dann endlich die Autobahnen so rammelvoll mit LKW's, da so ein Güterzug ja mehrer tausend Tonnen transportieren kann die nun auf die Straße müssen, da würde es sich lohnen wieder Zug zu fahren, achso, der fährt ja nicht mehr. Dann gehen wir eben zu Bussen über, oh die stecken im Stau zwischen den LKW. Mal ganz ehrlich, wen stören denn auch 100 LKW, welche in der Stunde nun mehr am Haus vorbeifahren, aber der Güterzug der jede Stunde mal für 5 Minuten Lärm macht, der ist ja nun weg. Als nächstes schaffen wir dann den Straßenverkehr ab. Man muß ja Ziele haben.

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