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14.08.2011

16:25 Uhr

Waschmittelkonzern

Henkel schließt radikalen Umbau aus

VonChristoph Kapalschinski

ExklusivDer Vorstandschef des Dax-Konzerns Henkel, Kasper Rorsted, schließt ein radikales Umbauprogramm für den Konzern momentan aus. Erstmals nannte Rorsted Details über sein neues Zielfindungs-Projekt "Galileo".

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Henkel. Quelle: dpa

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

Düsseldorf"Wir konzentrieren uns derzeit darauf, unsere konkreten Ziele für 2012 zu erreichen. Ich plane derzeit keinen großen Konzernumbau", sagte er dem Handelsblatt (Montagsgabe). Auch die Ziele, die Henkel derzeit für die Zeit nach 2012 erarbeite, bedeuteten eher eine evolutionäre Änderung als eine Revolution.

Erstmals nannte Rorsted Details über sein neues Zielfindungs-Projekt "Galileo". "Wir wollen noch profitabler werden und müssen uns weiter verbessern", sagte Rorsted. Die Strategie wolle er aus drei "Mega-Trends" ableiten: "Einmal ist da die enorme Unsicherheit in Wirtschaft und Politik, die immer weiter zunimmt", sagt er. Zweiter Trend sei die Beschleunigung durch die neuen Online-Medien. Dazu komme die neue Stärke Chinas.

Henkel wolle künftig nur auf Märkten agieren, in denen der Konzern eine Position der Stärke erarbeiten könne. "Bei Waschmitteln und Kosmetik müssen wir auch gar nicht weltweit vertreten sein. Anders ist das in der Klebstoffsparte, wo unsere Kunden wie Apple global agieren und uns weltweit fordern", sagte Rorsted dem Handelsblatt. Zuletzt hatte er das Waschmittelgeschäft in Indien und China aufgegeben.

Zukäufe schloss Rorsted nicht aus. "Wir wollen unsere Geschäfte noch globaler gestalten und weiter stärken. Wie Sie wissen, haben wir immer mal wieder zugekauft", sagte der Manager.

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