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15.09.2013

20:52 Uhr

Wechsel zu Roche?

Lufthansa-Chef Franz vor dem Abflug

Lufthansa-Chef Franz steht offenbar vor einem Wechsel zum Pharma-Riesen Roche – und das mitten in einer der größten Sanierungsphasen der Firmengeschichte. Ein Vorstandskollege könnte seinen Posten übernehmen.

Wechselt er in die Schweiz? Christoph Franz, Chef der Lufthansa, ist bei Roche im Gespräch. dpa

Wechselt er in die Schweiz? Christoph Franz, Chef der Lufthansa, ist bei Roche im Gespräch.

Die Lufthansa steht nach Informationen des Handelsblatts (Montagsausgabe) mitten in einer Restrukturierung vor einem Chefwechsel. Christoph Franz, seit zweieinhalb Jahren an der Spitze von Europas größter Fluggesellschaft, führt nach Informationen aus Unternehmenskreisen Gespräche über einen Wechsel zum schweizerischen Pharmakonzern Roche. Franz gilt dort seit längerem als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des Verwaltungsratspräsidenten Franz Humer. Zwar sei die Entscheidung noch nicht gefallen, aber die Gespräche seien schon fortgeschritten, ist aus dem Umfeld es Aufsichtsrates zu hören.

Als Nachfolgekandidat wird nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Carsten Spohr gehandelt. Der 45-Jährige ist Vorstandskollege von Franz und seit über zwei Jahren für das Passagiergeschäft der Lufthansa verantwortlich.

Anders als der deutsche Aufsichtsratsvorsitz ist die Präsidentschaft in einem Verwaltungsrat eines Schweizer Unternehmens ein Vollzeitjob. Ein Wechsel wäre damit für Franz unumgänglich. Humer will im Frühjahr 2014 in den Ruhestand gehen. Zwar habe Roche dem 53-jährigen Franz auch einen schrittweisen Wechsel angeboten, heißt es. Doch es sei klar, dass Lufthansa in der aktuellen Sanierung einen starken Vorstandschef brauche, der sich voll auf die Airline konzentrieren könne, berichten Insider.

Ein Lufthansa-Sprecher wollte am Sonntag keine Stellung zu den Berichten nehmen. Roche erklärte auf Anfrage: „Wir kommentieren grundsätzlich keine Spekulationen.“

Ein Wechsel von Franz in die Schweiz träfe die Lufthansa mitten in einer wichtigen Phase der Restrukturierung. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Score“ gestartet, mit dem das Unternehmen sein Ergebnis bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro im Jahr steigern will. Zur Finanzierung will der Konzern auch beim Personal kräftig sparen: Mindestens 3500 von derzeit 117.000 Stellen will die Lufthansa abbauen, 2500 davon in Deutschland. Erst jüngst hatte sich Franz den Zorn der Lufthansa-Mitarbeiter auf sich gezogen, als er die Belegschaft auf sinkende Betriebsrenten einstimmte. So will die Geschäftsführung den entsprechenden Tarifvertrag zum Ende des Jahres kündigen.

Nach Informationen der „NZZ am Sonntag“, die ebenfalls über den anstehenden Wechsel berichtet, ist Franz derzeit der einzige Kandidat für den Basler Pharmakonzern. Zuvor sollen dem Zeitungsbericht zufolge Nestlé-Konzernchef Paul Bulcke und Shell-Chef Peter Voser auf den Posten verzichtet haben.

Der Roche-Verwaltungsrat wolle den neuen Präsidenten am 26. und 27. September wählen, berichtet die Zeitung weiter. Franz sitzt seit 2011 im Roche-Verwaltungsrat und ist in der Schweiz kein Unbekannter: Der 53-Jährige hat sich als Sanierer der Lufthansa-Tochter Swiss einen Namen gemacht. Bei der Lufthansa kam er 2011 auf den Chefsessel, sein Vertrag läuft nach Angaben des Konzerns bis Mai 2014.

Kommentare (6)

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KSt

15.09.2013, 17:14 Uhr

Endlich haben die im Lufthansa Aufsichtsrat gemerkt ,was Franz kann :nachdem er durch seine Personalpolitik schon die Detsche Bundesbahn in Probleme gebracht hatte (s. Mainz) treibt er mit seinen Spielchen auch die Lufthansa in erhebliche zukünftige Probleme. Hoffentlich kommt dieser Abgang nicht zu spät- Solche Manager wie H.Franz braucht kein Unternehmen!

MaxiMueller

15.09.2013, 17:20 Uhr

Wer bei einer Prämium-Airline die Einführung einer Gebühr für die Sitzplatzreservierung als Innovation bezeichnet, der darf gerne "abfliegen".

Hochachtungsvoll

Account gelöscht!

15.09.2013, 17:51 Uhr

Für alle Vielflieger, Senatoren, und HONs sowie die überwiegende Zahl des Personals, die beste Nachricht aus dem Hause Lufthansa seit 5 Jahren.
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Ich bin Vielflieger, d.h. Senator seit der ersten Stunde und habe diesen Status in den letzten knapp 20 Jahren immer gehalten. Die vielen Veränderungen, die Herr Franz jedoch in den letzten Jahren zur Verärgerung der besten Kinden durchgeführt hat, haben mich erstmalig dazu veranlasst möglichst nur noch andere Airlines zu benutzen.
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Jetzt können alle Stammkunden und das Personal wieder hoffen!!!

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