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12.03.2012

02:19 Uhr

Wegen CO2-Streit

Europas Luftfahrt schlägt Alarm

Europas Luftfahrtunternehmen warnen Presseberichten zufolge die heimischen Regierungen eindringlich vor einem Handelskrieg mit wichtigen Wirtschaftsnationen wegen der umstrittenen EU-Klimaschutz-Abgabe für Fluglinien.

Der Kampf gegen EU-Emissionsabgaben geht weiter. dpa

Der Kampf gegen EU-Emissionsabgaben geht weiter.

Paris/BerlinIm Kampf gegen EU-Emissionsabgaben haben sich sechs europäische Fluggesellschaften und der europäische Luftfahrtkonzern Airbus zusammengeschlossen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus informierten Kreisen erfuhr, lehnten die Unternehmen in Schreiben an die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens die Emissionsabgabe ab.

Airbus und die Gesellschaften Lufthansa, Air Berlin, Air France, British Airways und Iberia wollten die Regierungen mit ihrem schreiben „alarmieren“ angesichts der „wirtschaftlichen Folgen“ der Abgabe, hieß es den Kreisen zufolge in dem Schreiben. Diese stelle eine „untragbare“ Bedrohung für ihr Geschäftsfeld dar.

In einer bislang einzigartigen gemeinsamen Aktion hätten sich dazu die Vorstandvorsitzenden bedeutender Unternehmen der Branche in einem Brandbrief an ihre jeweiligen Regierungschefs in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien gewandt, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) vorab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa habe ein entsprechendes Schreiben von Airbus , Lufthansa, Air Berlin und MTU Aero Engines erhalten. Die Konzerne beklagten darin „erste konkrete Strafmaßnahmen“ von Ländern, die gegen eine Beteiligung ihrer Fluggesellschaften am Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten sind.

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Das Problem der durch die internationale Luftfahrt verursachten Emissionen könne nur auf globaler Ebene angemessen gelöst werden, zitiert das Blatt aus dem Brief. „Wir bitten Sie deshalb, auf EU-Ratsebene - und vor allem auch bei den Staaten, die besagte Sanktionen ergreifen - nachdrücklich um Konsultationen zu ersuchen“, appellierten die Firmenchefs demnach an die Regierungen. Ziel müsse es sein, eine ausgewogene Lösung zu finden und einen größeren Handelskonflikt zu vermeiden.

Laut der französischen Tageszeitung „Les Echos“ gehören in Frankreich neben Airbus auch Air France und der Zulieferer Safran zu den Unterzeichnern. Vor allem der europäische Flugzeugbauer Airbus schlägt Alarm. Allein die chinesische Regierung habe Bestellungen von Airbus-Flugzeugen im Wert von zwölf Milliarden Dollar auf Eis gelegt, zitieren die Zeitungen aus dem Brief. Dies gefährde mindestens 1000 Stellen an den europäischen Airbus-Standorten und mindestens ebenso viele bei den Zulieferern.

Zuletzt hatte eine chinesische Zeitung berichtet, Hong Kong Airlines erwäge auf Druck der heimischen Regierung, eine Milliarden-Bestellung von A380-Großraumflugzeugen bei Airbus zu stornieren.

Alle Fluglinien, die Europa anfliegen, müssen seit Jahresbeginn ausreichend CO2-Rechte besitzen. Etwa 85 Prozent davon werden von den EU-Staaten gratis zugeteilt, der Rest muss über die Börse gekauft werden. Viele außereuropäische Fluglinien wollen sich daran nicht beteiligen, europäische protestieren wegen Wettbewerbsbehinderung.

Kommentare (16)

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12.03.2012, 02:15 Uhr

CO2-Reduzierung zum Nulltarif gibt es nicht. Vielleicht wacht der eine oder andere auf. Viele Wirtschaftsbereiche werden durch die aktuelle Politik empfindlich getroffen. Nur die kleinen Bürger können sich nicht wehren. Ein bisschen CO2-Reduzierung ausschließlich zu Lasten des kleinen Mannes und ohne nachhaltige Wirkung wird auf Dauer aber auch nicht gutgehen. Ganz blöd sind die Wähler eben doch nicht.

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12.03.2012, 07:21 Uhr

Mein Luftraum meine Regeln! Wenn ich mit Flugzeug oder Schiff nach China oder USA fahre muss ich mich auch an deren lokale Gesetze halten. Was erdreisten sich die beiden größten Umweltverschmutzer der Welt uns Vorschriften zu machen?

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12.03.2012, 08:23 Uhr

CO2 ist der Stoff den die Pflanzen atmen!
Wer CO2 reduzieren will attackiert die Menschheit.
DDRv2.de

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