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16.02.2016

17:09 Uhr

Wegen Ukraine und Syrien

Russischer Wodka-Export bricht um 40 Prozent ein

Die Spannungen zwischen dem Westen und Russland schlagen auch auf den Wodka-Export durch: Russische Produzenten haben im vergangenen Jahr 43,5 Millionen Liter des harten Alkohols exportiert – so wenig wie lange nicht.

Vor allem die Lieferungen in die benachbarte Ukraine kamen dem Bericht zufolge fast zum Erliegen. dpa

Russischer Wodka

Vor allem die Lieferungen in die benachbarte Ukraine kamen dem Bericht zufolge fast zum Erliegen.

MoskauAngesichts der Spannungen zwischen Moskau und dem Westen ist der Export des russischen Nationalgetränks Wodka 2015 um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Russische Produzenten hätten 43,5 Millionen Liter des harten Alkohols für rund 112 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) ins Ausland verkauft, berichtete die Zeitung „Kommersant“ (Dienstag) unter Berufung auf den Zoll. Die Werte sind demnach die niedrigsten seit Jahren.

Der Marktexperte Wadim Drobis führte politische Gründe für den Verlust an. „Wegen der Ereignisse in der Ukraine und in Syrien hat sich Russlands Ansehen im Westen verschlechtert“, sagte er. Russland hatte 2014 unter Protest der Regierung in Kiew und des Westens die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und unterstützt zudem moskautreue Separatisten im Donbass. Der Ukraine-Konflikt hat die schwerste Krise zwischen Ost und West seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst.

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Platz 10: Suntory Holdings (Japan)

Ursprünglich eine Brauerei und Destillerie, wurden die Geschäftsfelder erweitert. Mittlerweile werden auch Softdrinks, edle Weine sowie Eis und Blumen, angeboten. Umsatz mit Getränken 2014: 7,5 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Statista/Beverage Industry Magazine

Platz 8: Pernod Ricard (Frankreich)

Pernod Ricard ist ein französischer Wein- und Spirituosen-Konzern, der im Dezember 1975 aus der Fusion der Unternehmen Pernod und Ricard entstanden ist. Umsatz 2014: 9,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 8: Starbucks (USA)

Das auf Kaffeeprodukte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen kauft Kaffeebohnen, röstet und vertreibt diese über die konzerneigenen und lizenzierten Kaffeehäuser. Umsatz 2014: 12,7 Milliarden US-Dollar.

Platz 7: Diageo (Großbritannien)

Der Name Diageo setzt sich aus dem lateinischen Wort für Tag (dies) und dem griechischen Wort für Welt (geo) zusammen. Das Unternehmen ist in mehr als 180 Ländern tätig und seine Aktien werden in New York und London gehandelt. Mit 21,8 Milliarden US-Dollar Getränkeumsatz (2014) ist Diageo einer der weltweit größten Spirituosenhersteller.

Platz 6: SAB Miller (Großbritannien)

SAB Miller ist in mehr als 80 Ländern mit Brauereien vertreten. Die größten Absatzmärkte des Bierkonzerns sind Afrika, Nordamerika, Mitteleuropa und Osteuropa. Umsatz 2014: 22,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Heineken (Niederlande)

Die niederländische Brauerei wurde am 12. Juli 1864 durch Gerard Adriaan Heineken gegründet. Der Konzern setzte 2014 23,3 Milliarden US-Dollar um.

Platz 4: Nestlé (Schweiz)

Nestlé ist der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern. Ein Drittel der Produkte sind Getränke. Umsatz 2014: 27 Milliarden US-Dollar.

Platz 3: PepsiCo (USA)

In den 1880er-Jahren entwickelte der US-Chemiker Caleb Bradham aus dem US-Bundesstaat North Carolina die „Pepsi-Cola“. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einem der weltgrößten Lebensmittelhersteller angewachsen. Getränke-Umsatz 2014: 31 Milliarden Dollar.

Platz 2: Coca-Cola (USA)

John Stith Pemberton erfand das Getränk im Jahr 1886. Kurz vor dem Tod des Erfinders erwarb der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler für 2300 US-Dollar die Rechte an Coca-Cola. 1892 gründete er The Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen. Umsatz 2014: 46 Milliarden US-Dollar.

Platz 1: Anheuser-Busch Inbev (Belgien)

Anheuser-Busch Inbev (kurz AB Inbev) ist – gemessen am Absatzvolumen – die größte Brauereigruppe der Welt. Sie entstand 2008 durch die Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische Inbev-Gruppe. AB-Inbev beschäftigt mehr als 155.000 Mitarbeiter und ist mit mehr als 200 Marken in mehr als 140 Ländern vertreten. Umsatz 2014: 47 Milliarden US-Dollar.

Vor allem die Wodka-Lieferungen in die benachbarte Ukraine kamen dem Bericht zufolge fast zum Erliegen. Floss 2013 noch Alkohol im Wert von fast 39 Millionen Dollar in die Ex-Sowjetrepublik, brachte der Export hier 2015 nur noch 3,9 Millionen Dollar ein. Deutschland war mit rund 22 Millionen Dollar (minus 15 Prozent) der zweitgrößte Abnehmer von russischem Hochprozentigem - dicht hinter Großbritannien auf Platz eins (minus 36 Prozent).

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dpa

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