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20.12.2012

13:49 Uhr

Weihnachtsgeschäft

Advent erhöht Anteile an Douglas

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft schraubt Advent seine Anteile am Handelskonzern Douglas immer höher. Der Finanzinvestor hat inzwischen die Schwelle von 95 Prozent übersprungen. Ein „Squeeze-out“ steht im Raum.

Finanzinvestor Advent erhöht seine Anteile bei Douglas. dapd

Finanzinvestor Advent erhöht seine Anteile bei Douglas.

DüsseldorfDer Finanzinvestor Advent schraubt in der Weihnachtszeit seinen Anteil am Handelskonzern Douglas immer weiter in die Höhe. Advent habe bereits kurz vor Ablauf der weiteren Annahmefrist des Übernahmeangebots die Schwelle von 95 Prozent der Douglas-Anteile übersprungen, teilte der Finanzinvestor am Donnerstag mit. Es ist aber noch offen, ob Douglas gänzlich von der Börse verschwindet.

Über einen nun möglichen „Squeeze-out“, ein Hinausdrücken der Minderheitsaktionäre, sei noch nicht entschieden, sagte eine Sprecherin. Nach dem Überspringen der 75-Prozent-Schwelle läuft bereits eine weitere Annahmefrist, die am 21. Dezember um Mitternacht endet. Advent bietet 38 Euro je Douglas-Aktie. Die Kartellbehörden hatten die Übernahmepläne bereits freigegeben.

Der Finanzinvestor kontrolliert bereits 93,09 Prozent der Douglas-Anteile. Zudem hat er sich außerhalb des Übernahmeangebots weitere 2,24 Prozent der Stimmrechte gesichert. „Wir freuen uns sehr über die ausgesprochen positive Resonanz auf das Angebot“, betonte Ranjan Sen, Geschäftsführer der Advent International GmbH.

Advent hatte angekündigt, die Douglas-Parfümeriekette ausbauen zu wollen. Auch die Christ-Schmuckgeschäfte sollen expandieren. Zugleich muss der Finanzinvestor zusammen mit der Gründerfamilie Kreke die Sanierung der ebenfalls zum Douglas-Konzern gehörenden Buchhandelskette Thalia vorantreiben.

Für den Handelskonzern selbst zählt nun das Weihnachtsgeschäft. „Erfreulicherweise ist die wirtschaftliche Lage in unserem Heimatmarkt Deutschland stabil und das Konsumverhalten der Kunden auf einem guten Niveau“, erklärte Douglas-Chef Henning Kreke gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Er zeigte sich weiter optimistisch: „Wir gehen - wie viele Händler - weiterhin davon aus, dass das diesjährige Weihnachtsgeschäft stärker wird als im Vorjahr.“

Von

rtr

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