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22.12.2013

20:27 Uhr

Weihnachtsgeschäft

Letzte Hoffnung Last-Minute-Käufer

In den Großstädten kamen die Kunden vor Weihnachten zahlreich in die Geschäfte, andernorts sind die Händler aber nicht zufrieden. Nun setzt die Branche auf die Leute, die ihre Einkäufe auf den letzten Drücker erledigen.

Geschenke-Endspurt

Macht der Einzelhandel einen Weihnachts-Rekordumsatz?

Geschenke-Endspurt: Macht der Einzelhandel einen Weihnachts-Rekordumsatz?

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BerlinNach einem bislang durchwachsenen Verlauf im Weihnachtsgeschäft setzt der deutsche Einzelhandel unmittelbar vor dem Fest auf Last-Minute-Käufer. „Die Weihnachtstage liegen dieses Jahr am Wochenanfang und da wird noch viel passieren“, sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Kai Falk. Auch die Zeit zwischen den Jahren ließe noch einmal kräftig Einnahmen erwarten.

Bisher verkaufsstärkster Tag in der Vorweihnachtszeit war laut HDE der vierte Adventssamstag. Der Verband bekräftigte seine Prognose und rechnet im diesjährigen Weihnachtsgeschäft nach wie vor mit einem Umsatz von 80,6 Milliarden Euro - 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die beliebtesten deutschen Händler

Quelle

Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
Stand der Veröffentlichung: Dezember 2013.

Platz 10

bonprix
Mode
Indexwert: 77,9 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 9

Otto
Multisortimenter
Indexwert: 77,9 (minus 0,1 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 8

Globus
Lebensmittel
Indexwert: 78,1 (minus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 7

Tchibo
Multisortimenter
Indexwert: 79 (minus 1,0 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 6

Rossmann
Drogerie
Indexwert: 79,6 (plus 0,8 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 5

Müller
Drogerie
Indexwert: 80,0 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 4

Thalia
Bücher
Indexwert: 81 (minus 1,4 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 3

Douglas
Drogerie
Indexwert: 81,1 (plus 2,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 2

Amazon
Multisortimenter
Indexwert: 82,5 (minus 7,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 1

dm
Drogerie
Indexwert: 84,2 (minus 1,3 Punkte gg. Vorjahr)

Zwar hätten in den großen Städten die Menschen fleißig Geschenke gekauft - vor allem Klassiker wie Unterhaltungselektronik und Schmuck, aber auch hochwertige Lebensmittel. In kleinere Städten zeigten sich Händler dem HDE zufolge jedoch nicht immer so zufrieden „Wir werden zwar voraussichtlich ein leichtes Umsatzplus machen, aber längst sind nicht alle Händler zufrieden“, sagte Falk.

Verhalten war die Stimmung beispielsweise in Baden-Württemberg. Besonders bei Wintermode und Schuhen hätten die Menschen wegen der vergleichsweise hohen Temperaturen seltener zugegriffen, sagte der Präsident des dortigen Einzelhandelsverbandes, Horst Lenk. Das Wetter hatte Einzelhändlern schon in Norddeutschland das zweite Adventswochenende vermiest: Sturmtief „Xaver“ sorgte laut HDE vielerorts für verwaiste Geschäfte.

Auch der bayerische Einzelhandel zeigte sich unzufrieden mit der Weihnachtssaison. Die Prognosen seien wohl verfehlt worden, stellte der Sprecher des Handelsverbandes Bayern, Bernd Ohlmann fest. „Für den stationären Einzelhandel ist es ernüchternd gewesen, aber im Onlinehandel klingen die Festtagsglocken.“

Im laufenden Weihnachtsgeschäft werden die Internethändler dem klassischen Einzelhandel wahrscheinlich so viele Kunden abjagen wie nie zuvor. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels (bvh) rechnen die Online-Händler in den wichtigsten Verkaufswochen des Jahres mit Umsatzzuwächsen von mehr als 40 Prozent. Daran dürften auch die Streiks bei Amazon kaum etwas ändern.

Ein weiterer Trend hat sich verfestigt: Gutscheine erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie machen in diesem Jahr laut HDE voraussichtlich drei Prozent des Weihnachtsumsatzes aus.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Treffer1834

23.12.2013, 08:03 Uhr

Der Einzelhandel lernt nicht:

Bis zum dritten Advent läuft es super (wer glaubt das noch?), dann kommte die Wahrheit: Die Erwartungen sind nicht erfüllt.

Warum auch: Die Gehälter steigen ja nicht, zumindest real (nach Inflation).

Und jeder weiß: Im Januar gibt es all die schönen Sachen mit 20 % Rabatt....

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