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11.01.2011

08:18 Uhr

Weihnachtsgeschäft

Metro leidet unter dem schlechten Wetter

Da hätten sich Börsianer von Metro mehr versprochen: Der Handelsriese hat seinen Umsatz im Weihnachtsgeschäft nur leicht gegenüber dem Krisenjahr 2009 steigern können. Damit lag Metro ein gutes Stück unter den Erwartungen. Schuld soll das Wetter gewesen sein.

Auch von der Metro-Tochter Saturn hatten sich Analysten mehr versprochen. Quelle: dpa

Auch von der Metro-Tochter Saturn hatten sich Analysten mehr versprochen.

HB DÜSSELDORF. Der Handelsriese Metro hat ungeachtet der optimistischen Prognosen des Branchenverbands HDE im wichtigen Weihnachtsgeschäft in Deutschland Einbußen verzeichnet. Die Deutschland-Erlöse schrumpften im vierten Quartal um 2,6 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Nur dank florierender Geschäfte vor allem in Asien stiegen die Umsätze insgesamt von Oktober bis Dezember leicht, blieben aber unter den Erwartungen der Analysten. Für 2011 gibt sich Metro-Chef Eckhard Cordes optimistisch. Auch dank des milderen Wetters zeigten die Umsätze zur Jahresbeginn eine „erfreuliche Tendenz“.

Metro-Chef Eckhard Cordes sieht das Unternehmen trotzdem weiter auf Kurs zu einem Rekord beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT): „Trotz der schwierigen Wetterbedingungen im wichtigen Weihnachtsgeschäft bekräftigen wir unsere EBIT-Prognose von 2,3 Milliarden Euro“, sagte er. Dies wäre etwas mehr als im Vorjahr und das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Im vierten Quartal stiegen die Umsätze um 1,6 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro, teilte der Düsseldorfer Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Für das Gesamtjahr bedeute dies ein Plus um 2,6 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro. Analysten hatten für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 20,238 Milliarden Euro und für das Gesamtjahr 2010 mit Erlösen von 67,760 Milliarden Euro gerechnet.

Handelskonzerne fahren im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft traditionell den Löwenanteil ihrer Umsätze und Gewinne ein. Der Branchenverband HDE hatte für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland ein Plus von 2,5 Prozent prognostiziert. Der harsche Wintereinbruch im Dezember mit vereisten Straßen hatte dem Handel jedoch Probleme bereitet. Vor allem die über Jahre rasant expandierende Kette Media Markt/Saturn konnte im Weihnachtsgeschäft nur wenig zulegen.

Während für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 5,6 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro in den Büchern steht, erzielten die Elektronikmärkte im vierten Quartal nur einen Zuwachs von 1,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Cordes hatte bei der Kette die Führungsspitze ausgewechselt, der bisherige Chef Roland Weise schied zum Jahreswechsel aus. Nun soll Media Markt/Saturn die Chancen des Internets nutzen. Noch im ersten Halbjahr müsse eine „klare Online-Strategie“ erarbeitet werden, hieß es in Konzernkreisen.

Umsatzzuwächse verbuchte die Kette Real, die vom Vorstand zur Disposition gestellt worden war. Die Chancen auf einen Verbleib von Real innerhalb des Metro-Konzerns seien gestiegen, hies es in Konzernkreisen. Konkrete Aussagen dazu seien im Frühjahr zu erwarten.

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