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13.11.2012

20:07 Uhr

Weiteres Einkaufszentrum

Euroshop will wieder zuschlagen

VonReuters

Die Deutsche Euroshop will ihr Repertoire an Einkaufszentren weiter ausbauen. Bis zu 190 Millionen Euro soll das nächste Objekt kosten. Der Kauf sei nur noch eine Frage von Tagen, so ein Sprecher des Betreibers.

Die „Altmarkt-Galerie“ in Dresden gehört dem Betreiber Deutsche Euroshop. Deutsche Euroshop

Die „Altmarkt-Galerie“ in Dresden gehört dem Betreiber Deutsche Euroshop.

FrankfurtDer Einkaufszentren-Betreiber Deutsche Euroshop will überraschend ein weiteres Einkaufszentrum in Deutschland kaufen und dafür rund 175 Millionen Euro bei Investoren einsammeln. "Wir bekamen im Spätsommer ein Shoppingcenter in Deutschland angeboten, das unsere Renditeerwartungen erfüllen würde", sagte Vorstandssprecher Claus-Matthias Böge am Dienstagabend.

Der Kauf sei nur eine Frage von Tagen, ergänzte ein Sprecher, ohne den Ort oder Namen des Objekts zu nennen, das 160 Millionen bis 190 Millionen Euro kosten würde. "Wir sprechen nicht über ungelegte Eier, das würde sonst unsere Position schwächen." Geplant sind eine Wandelanleihe über 100 Millionen Euro und eine Kapitalerhöhung, die rund 75 Millionen Euro bringen könnte. Beide sollen über Nacht bei Profi-Investoren platziert werden.

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Insgesamt soll das Kapital mit beiden Maßnahmen um maximal zehn Prozent erhöht werden. Der Hamburger Immobilien-Investor lockt die Anleger mit einer möglicherweise höheren Dividende: Eine leichte Erhöhung sei in diesem Jahr vorstellbar, hieß es in der Pflichtmitteilung. Bisher hatte das im Nebenwerteindex MDax notierte Unternehmen eine bei 1,10 Euro stagnierende Dividende in Aussicht gestellt. Von Reuters befragte Investoren hatten im Schnitt mit 1,12 Euro gerechnet.

In den ersten neun Monaten stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 16 Prozent auf 137,3 Millionen Euro und erfüllte damit die Analystenerwartungen. Bis Jahresende nimmt Euroshop weiter Kurs auf 177 bis 181 Millionen Euro, Analysten gehen von 183 Millionen aus.

Die Erweiterungen der "Altmarkt-Galerie" in Dresden, des "A10-Center" in Wildau bei Berlin und des "Main-Taunus-Zentrums" in Sulzbach bei Frankfurt schlügen sich in höheren Umsätzen nieder. Bis September setzte Euroshop 157,1 Millionen Euro Umsatz, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne die Erweiterungen und das neu erworbene "Allee-Center" in Magdeburg wären die Mieteinnahmen nur um 2,5 Prozent gestiegen. Bis Ende Dezember sollen es 207 bis 211 Millionen Euro Umsatz werden.

Die Deutsche Euroshop will bis zu 2,55 Millionen neue Aktien platzieren. Zum Xetra-Schlusskurs vom Dienstag würde das gut 77 Millionen Euro einbringen. Im Frankfurter Späthandel gab die Aktie aber um 2,5 Prozent nach. Die Wandelanleihe läuft fünf Jahre und kann dann in bis zu 2,7 Millionen neue Euroshop-Aktien eingetauscht werden. Bis dahin wird sie - je nach dem Verlauf der Platzierung - mit 1,0 bis 1,75 Prozent verzinst. Der Wandlungspreis werde am Anfang um 20 bis 25 Prozent über dem Platzierungspreis der Kapitalerhöhung liegen.

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