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23.01.2007

22:22 Uhr

Werbevertrag

Eon will angeblich Real Madrid sponsern

Im europäischen Fußball-Geschäft bahnt sich ein millionenschweres Sponsoringgeschäft an. Wie der spanische Fernsehsender „La Sexta“ am Dienstag berichtete, verhandelt der Düsseldorfer Energieriese Eon mit dem spanischen Fußballclub Real Madrid über den Abschluss eines Werbevertrages. Doch zuvor muss Eon im Übernahmepoker mit Endesa vorankommen.

Eon hatte mehrere Jahre mit Borussia Dortmund einen Werbevertrag unterhalten. Foto: dpa Quelle: dpa

Eon hatte mehrere Jahre mit Borussia Dortmund einen Werbevertrag unterhalten. Foto: dpa

HB MADRID/DÜSSELDORF. In dem Bericht hieß es, Voraussetzung für einen solchen Vertrag sei, dass Eon die Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa gelingt. Das Düsseldorfer Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der Präsident von Real Madrid, Ramón Calderón, hatte am Montag angekündigt, dass der Club kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Werbevertrages steht, der bedeutender und höher dotiert sei, als derzeit in der Branche üblich. Namen nannte er nicht. Der bisherige Sponsor des renommierten Clubs, BenQ Mobile, ist insolvent und steht kurz vor dem endgültigen Aus.

Eon hatte mehrere Jahre mit Borussia Dortmund einen Werbevertrag unterhalten. Dieser wurde aber mit dem Ausbleiben des sportlichen Erfolges nicht verlängert. Erst vor wenigen Monaten konnte Schalke 04 mit dem russischen Energiekonzern Gazprom einen lukrativen Sponsor aus der Energiebranche gewinnen.

Unterdessen droht Spanien nach Angaben aus Kreisen ein Verfahren vor dem obersten EU-Gericht wegen seines Verhaltens im Übernahmepoker um den Energiekonzern Endesa. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy werde am Mittwoch um Erlaubnis bitten, Spanien vor das Gericht zu stellen, hieß es am Dienstag sagte ein EU-Vertreter. Spanien befürwortet die Offerte des heimischen Gasversorgers Gas Natural, die deutlich unter dem Angebot des deutschen Energiekonzerns E.ON liegt. Dem deutschen Konzern wurden dagegen zahlreiche Auflagen gemacht.

Eon hofft, den Endesa-Aktionären in Kürze die Offerte über 36,5 Milliarden Euro vorlegen zu können. Als Termin nannte Eon-Chef Wulf Bernotat nächsten Monat. Alle rechtlichen Hürden seien beseitigt, sagte er am Dienstag. Gerichte in Spanien hatten kürzlich zwei Klagen aufgehoben, welche die Offerte von Eon blockiert hatten.

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