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20.10.2013

21:05 Uhr

Wettbewerbsbehinderung

Kartellamt fordert von Amazon Änderung der Preispolitik

Das Bundekartellamt wirft dem weltweit größten Online-Händler eine wettbewerbsbehindernde Preispolitik vor. Die Behörde fordert von Amazon deshalb eine Änderung der Geschäftsbedingungen – und droht mit einer Verfügung.  

Amazon Logistikzentrum in Pforzheim: Der Online-Händler ist schon seit längerem im Blick der Kartellwächter. dpa

Amazon Logistikzentrum in Pforzheim: Der Online-Händler ist schon seit längerem im Blick der Kartellwächter.

Das Bundeskartellamt will den weltgrößten Internethändler Amazon zu einer Änderung der Geschäftsbedingungen zwingen. „Es läuft ein Verfahren, und wir sind mit Amazon im Gespräch, um die Wettbewerbsbehinderung zu beseitigen“, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Für den Fall, dass keine gütliche Einigung zustande kommt, kündigte er an: „Falls nötig werden wir gegen Amazon auch eine glasklare Verfügung erlassen.“

Dabei geht es um die Preispolitik auf dem sogenannten Marketplace von Amazon. Die Anbieter sollen jeweils den günstigsten Preis bei Amazon ansetzen, ihre Ware also auf keiner Plattform günstiger anbieten. „Die Bedingungen, zu den Amazon den sogenannten Marketplace betreibt, haben wettbewerbsbehindernde Wirkung. Außerdem werden dadurch Marktzutrittsbarrieren errichtet“, sagte Mundt der Zeitung.

Sollte die Wettbewerbsbehörde eine Verfügung erlassen, wäre Amazon gezwungen, seine Geschäftspraktiken zu ändern. Das Kartellamt untersucht den Fall bereits seit längerem.

Von

dpa

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