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19.01.2016

19:32 Uhr

Wiedereinführung von Grenzkontrollen

Handelsverband warnt vor Milliardenkosten

Grenzkontrollen hielten nicht nur Flüchtlinge ab, sondern auch Profite, warnt der Außenhandelsverband. Transporte könnten bei einer Wiedereinführung um bis zu drei Milliarden Euro teurer werden. Händler schlagen Alarm.

Grenzkontrollen, die den internationalen Handel verzögern oder komplizierter machen, gefährdeten den Außenhandel, so der Bundesverband. dpa

Grenzkontrolle in Straßburg

Grenzkontrollen, die den internationalen Handel verzögern oder komplizierter machen, gefährdeten den Außenhandel, so der Bundesverband.

BerlinDer Außenhandelsverband BGA hat vor Milliardenkosten bei einer Wiedereinführung dauerhafter Grenzkontrollen in Europa gewarnt. Innerhalb des Schengen-Raumes hätte dies auf den deutschen Außenhandel große Auswirkungen, sagte Verbandspräsident Anton Börner dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe) laut Vorabmeldung. Rund 70 Prozent des deutschen Warenhandels mit dem Ausland würden innerhalb Europas abgewickelt. „Vor diesem Hintergrund werden sich die Kosten alleine für die internationalen Straßentransporte um circa drei Milliarden Euro verteuern.“ Der Verband warnte dem Blatt zugleich davor, dass durch Einschränkungen der Schengen-Richtlinien „die europäische Idee in ihren Fundamenten gefährdet“ sei.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes HDE, Stefan Genth, zeigte sich alarmiert: „Der Warenverkehr in Europa wäre infolge der Wiedereinführung von Kontrollen durch unüberschaubare Verzögerungen stark beeinträchtigt.“ Kontrollen im Personenverkehr würden besonders die Grenzregionen treffen und das Zusammenwachsen der Regionen stark beeinträchtigen.

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Von

rtr

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