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22.09.2012

10:03 Uhr

„Wiesn“-Auftakt

Das Milliardengeschäft Oktoberfest

VonJoachim Hofer

Wenn zum Oktoberfest wieder Millionen von Besuchern die bayerische Hauptstadt stürmen, freut sich ganz München. Mehr als eine Milliarde Euro lassen die trinkwütigen Gäste hier innerhalb von nur zwei Wochen.

Oktoberfest darf nicht zum Ballermann mutieren

Handelsblatt in 99 Sekunden: Oktoberfest darf nicht zum Ballermann mutieren

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MünchenPunkt zwölf Uhr ist es so weit: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet mit dem traditionellen Fassanstich das Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt. Dann fließt nicht nur das Bier in Strömen. Es füllen sich auch die Kassen der Hoteliers, der Taxifahrer und natürlich der Wirte.

Für viele Münchener ist die Wies'n, wie sie das größte Volksfest der Welt nennen, denn auch eine äußerst einträgliche Veranstaltung: Rund 1,1 Milliarden Euro geben die gut sechs Millionen Besucher während der kommenden 14 Tage in der Stadt aus.

Wirtschaftsfaktor Oktoberfest

Wirtschaftswert (gesamt)

Das größte Volksfest der Welt hat einen gesamten Wirtschaftswert von ca. 830 Millionen Euro.

Umsatz auf der Wiesn

Auf dem eigentlichen Oktoberfest, also der Wiesn, werden 324 Millionen Euro umgesetzt.

Verkehr und Verpflegung

Durch Taxi- und ÖPNV-Verkehr sowie Verpflegung werden 205 Millionen Euro umgesetzt.

Übernachtungen

Die Touristen sorgen für einen beträchtlichen Umsatz von 301 Millionen Euro im Bereich der Übernachtungen.

Beschäftigte

Insgesamt 12.000 Menschen finden auf der Wiesn Einstellung. Davon sind 8.000 Arbeiter festangestellt und weitere 4.000 wechselnd beschäftigt.

Doch das ist noch nicht alles: Das Oktoberfest bietet der Stadt München zufolge 12.000 Menschen einen Arbeitsplatz - wenn auch für viele Beschäftigte nur für kurze Zeit. Auf- und Abbau der riesigen Bierzelte ziehen sich gleichwohl über Monate hin.

Die Kehrseite der Mega-Party: Viele Tausend Tiere lassen ihr Leben, damit die Massen nicht auf nüchternen Magen trinken müssen. Im vergangenen Jahr genossen die fast sieben Millionen Oktoberfestbesucher unter anderem eine halbe Million Brathendl, 92 Kälber und 118 Ochsen. Von den 70.000 Schweinshaxen und 125.000 Paar Schweinswürstl nicht zu reden.

Auch für Vegetarier geeignet ist das Oktoberfestbier, für das die Zecher dieses Jahr in den großen Bierhallen zwischen 9,10 und 9,50 Euro hinlegen müssen. Für deutsche Besucher mag das ein happiger Preis sein, für viele Ausländer ist es ein Schnäppchen. Das hat die Personalberatung ECA International ausgerechnet. Norweger müssten hier nur die Hälfte dessen hinlegen, was sie in ihrer Heimat bezahlen. Auch Australier und Italiener kämen in München günstig davon. Für die Schweizer sei quasi jedes dritte Bier umsonst.


Kommentare (7)

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Rechner

22.09.2012, 11:27 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

Rechner

22.09.2012, 11:33 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

Account gelöscht!

22.09.2012, 13:28 Uhr

Keine gute Moderatorin.

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