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14.03.2006

17:24 Uhr

Wilhelmshaven

Eurogate erhält Zuschlag für Jade-Weser-Port

Die Containerterminal- und Logistik-Gruppe Eurogate wird Betreiber des geplanten Tiefwasserhafens Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Mit dem Milliarden-Projekt soll der Zugang zum Hafen auch künftigen, noch größeren Containerschiffen ermöglicht werden.

HB HANNOVER. Eurogate ist nach eigenen Angaben mit neun Terminal-Standorten und einem Umschlag von 12,1 Millionen Standardcontainern im vergangenen Jahr die Nummer Eins in Europa. Eurogate übernimmt Investitionen in Höhe von rund 350 Millionen Euro für Kräne und die Transportinfrastruktur. Die Länder investieren bis zu 650 Millionen Euro in den Bau des Hafens, wobei Niedersachsen den größten Anteil der Kosten trägt.

Der Jade-Weser-Port sei eines der größten Investitionsvorhaben im Nordwesten Deutschlands seit Jahrzehnten, sagte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff. Eurogate erhält die Konzession für 40 Jahre. Mit dem Bau soll Ende 2006 oder Anfang 2007 begonnen werden. Spätestens 2010 soll der Jade-Weser-Port seinen Betrieb aufnehmen. Dann sollen jährlich rund 2,7 Millionen Standardcontainer umgeschlagen werden können.

Die wichtigsten Containerhäfen in Deutschland sind derzeit Hamburg und Bremerhaven. Allerdings sind die Mündungen der Elbe beziehungsweise der Weser in die Nordsee für die riesigen Containerschiffe der künftigen Generationen zu flach. Die Jade, die bei Wilhelmshaven in die Nordsee mündet, hat dagegen eine größere Fahrwassertiefe, die zudem von Gezeiten unabhängig ist. Die Fahrwassertiefe des Jade-Weser-Ports soll 18 Meter betragen. Damit können auch Containerschiffe mit bis zu 12 000 Standardcontainern an Bord abgefertigt werden.

Für den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven schmieden die Länder Niedersachsen und Bremen schon seit Jahren Pläne. Ursprünglich war auch Hamburg beteiligt. 2002 stieg der Stadtstaat aber aus, um in den eigenen Hafen zu investieren. Eurogate gehört je zur Hälfte dem Hamburger Unternehmen Eurokai und der BLG Logistic Group, einer hundertprozentigen Tochter Bremens. In Deutschland beschäftigt Eurogate rund 4000 Mitarbeiter.

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