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12.02.2013

08:09 Uhr

Winterwetter belastet

Fraport erleidet Passagierrückgang

Im Januar flogen deutlich weniger Fluggäste über den Frankfurter Flughafen. Das gekürzte Flugangebot und das Winterwetter belasteten die Bilanz. Doch Fraport konnte an anderer Stelle zulegen.

Ein Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht am Frankfurter Flughafen. Das Winterwetter hat die Fluggäste vergrault. dpa

Ein Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht am Frankfurter Flughafen. Das Winterwetter hat die Fluggäste vergrault.

Heftiger Eisregen und ein verknapptes Flugangebot von Lufthansa und anderen Gesellschaften haben dem Frankfurter Flughafen zum Jahresstart einen Passagierrückgang eingebrockt. Im Januar sank die Zahl der Fluggäste an Deutschlands größtem Flughafen im Jahresvergleich um 4,9 Prozent auf 3,9 Millionen, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag mitteilte.

Einschließlich seiner Auslandsflughäfen in Antalya (Türkei), Lima (Peru) sowie Varna und Burgas (Bulgarien) zählte der Fraport-Konzern knapp 5,7 Millionen Fluggäste, 1,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Rechte der Passagiere bei Streiks

Streichung des Fluges

Wird der Flug wegen der Arbeitsniederlegung ganz gestrichen, muss die Airline nach der EU-Verordnung für Fluggastrechte die Passagiere per Ersatzflug zum Ziel befördern. Dies dürfte unter den gegebenen Umständen kaum möglich sein. Alternativ kann der Reisende bei Annullierung des Fluges vom Luftbeförderungsvertrag zurücktreten und sich den Flugpreis erstatten lassen. Ausgleichszahlungen braucht die Fluggesellschaft nach bislang überwiegender Ansicht nicht zu leisten, wenn sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um Flugannullierungen zu vermeiden.

Verspätung des Fluges

Startet die Maschine wegen des Streiks erst verspätet, haben Reisende nach der europäischen Fluggastrechte-Verordnung bei Abflugsverzögerungen von zwei Stunden (Kurzstrecken bis 1.500 Kilometer), drei (Mittelstrecken bis 3.500 Kilometer) bzw. vier Stunden (Langstrecken) Anspruch auf kostenlose Betreuung. So hat die Airline auf Wunsch des Reisenden für Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Telexe, Faxe oder E-Mails sowie für notwendige Hotelübernachtungen inklusive Transfer zu sorgen. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Fluggesellschaft die notwendigen Kosten einer Übernachtung im Hotel übernehmen. Wer die Reise nicht mehr antreten will, kann bei einer mindestens fünfstündigen Flugverspätung darauf pochen, das Geld dafür zurückzubekommen.

Flug bei einer Pauschalreise

Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, sollte sich der Urlauber an den Reiseveranstalter wenden. Auch er hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Allerdings muss dem Veranstalter in der Regel eine angemessene Frist (einige Stunden) gesetzt werden, um einen solchen Transport zu bewerkstelligen. Ist das gebuchte Flugzeug wegen des Streikes bis zu vier Stunden verspätet, gilt das nach bisheriger Rechtsprechung zum Pauschalreiserecht als bloße Unannehmlichkeit. Erst wenn der Flieger mehr als vier Stunden Verspätung hat, kann – je nach Flugstrecke – ein Reisemangel vorliegen. Dann können fünf Prozent des Tagesreisepreises für jede weitere Verspätungsstunde vom Veranstalter zurückverlangt werden. Urlauber haben außerdem die Möglichkeit, nach ihrer Rückkehr den Reisepreis zu mindern, etwa wenn Reiseleistungen ausgefallen sind.

Wieder aufwärts ging es unterdessen im Cargo-Geschäft:Nach monatelangen Rückgängen stieg das Aufkommen an Fracht und Luftpost in Frankfurt um 0,9 Prozent auf rund 147 300 Tonnen. Konzernweit kam Fraport auf etwa 171 200 Tonnen, ein Plus von 2,3 Prozent.

Von

dpa

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