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06.10.2016

15:06 Uhr

Wöhrl nach der Insolvenz

Modehauskette gibt weitere Filialen auf

Anfang September musste die Modehauskette Wöhrl Insolvenz anmelden. Nun schließt der Konzern weitere Filialen. Weitere Häuser im Osten und Süden der Republik stehen vor dem Aus.

Vier Filialen sollen geschlossen werden: in Nürnberg, in München, in Roth und in Berlin. dpa

Modehauskette Wöhrl

Vier Filialen sollen geschlossen werden: in Nürnberg, in München, in Roth und in Berlin.

NürnbergDie wirtschaftlich ins Trudeln geratene Modehauskette Wöhrl soll mit der Schließung von vier der 34 Filialen wieder flott gemacht werden. Acht weitere Filialen würden umfassend modernisiert, teilte die Wöhrl-Unternehmensgruppe am Donnerstag in Nürnberg mit. Wöhrl hatte nach Umsatzrückgängen Anfang September eine Insolvenz in Eigenregie beantragt. Sie will das bis Ende November laufende Schutzschirmverfahren zudem zur Investorensuche nutzen.

Geschlossen werden sollen die Wöhrl-Häuser im Nürnberger Frankencenter, im Münchner PEP-Einkaufscenter, in der mittelfränkischen Stadt Roth und am Potsdamer Platz in Berlin. Davon seien 146 der 2.000 Beschäftigten betroffen. Ihnen werde in den kommenden Wochen gekündigt; sie könnten sich bei anderen Filialen in der Region bewerben.

Es habe sich herausgestellt, dass die vier von der Schließung betroffenen Häuser auch mit gezielten Maßnahmen nicht hätten profitabel gemacht werden können, heißt es in der Mitteilung. Bei anderen weniger profitablen Standorten in Süd- und Ostdeutschland beobachte man die weitere Entwicklung. Ursprünglich waren zwischen sechs und zehn Wöhrl-Häuser von Schließung bedroht. Für einige der Filialen gebe es durchaus Perspektiven, sagte ein Sprecher.

Bei der Suche nach einem Investor würden Gespräche mit mehreren Interessenten geführt. „Ziel der Familie Wöhrl ist es, die Wöhrl-Gruppe als Ganzes und damit auch die Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte der Sprecher. Die wachsende Konkurrenz des Onlinehandels hatte Wöhrl und Umsatz gekostet. Dazu kamen Managementfehler.

Von

dpa

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