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25.03.2011

16:55 Uhr

Zahlungsverzug

Teldafax erhält Kündigung von Netzbetreibern

Die Stadtwerke Düsseldorf haben dem Strom- und Gasanbieter Teldafax die Kündigung ins Haus geschickt. Grund: „Eine deutliche Summe“ für die Netznutzung sei nicht bezahlt worden - und auch andere Rechnungen stehen offen.

Düstere Zeiten für Teldafax: Der Strom- und Gasanbieter ist bei mehreren Netzbetreibern in Zahlungsverzug geraten. Quelle: dpa

Düstere Zeiten für Teldafax: Der Strom- und Gasanbieter ist bei mehreren Netzbetreibern in Zahlungsverzug geraten.

Düsseldorf „Die dafür vertraglich vereinbarten Netznutzungsentgelte entrichtet die Teldafax Energy GmbH trotz erfolgter Mahnungen nicht mehr“, teilten die Stadtwerke Düsseldorf am Freitag mit. Bereits zum 28. März soll die Zusammenarbeit beendet werden. Einen Tag später übernähmen die Stadtwerke die Versorgung der Kunden. „Es wird keine Versorgungsunterbrechung geben.“ Eine Teldafax-Sprecherin bestätigte, dass das Unternehmen in Zahlungsverzug sei. Der Bremer Versorger SWB kündigte Teldafax ebenfalls die Leitungen.

Nach Angaben von Teldafax sind in Düsseldorf 1700 Strom- und 300 Gaskunden betroffen. Ähnliche Probleme gebe es unter anderem in den Städten Essen, Velbert und Garbsen. Das Unternehmen hoffe, in Düsseldorf noch kurzfristig eine Einigung zu erzielen und die Kunden zu behalten. Dies sei bei anderen Netzanbietern gelungen. Die Sprecherin verwies darauf, dass Teldafax neue Besitzer bekommen habe und an einer Restrukturierung arbeite.

Es handele sich um „eine deutliche Summe“, die offen sei, sagte ein Sprecher der Stadtwerke Düsseldorf. Die Teldafax-Kunden würden nun in die „Ersatzversorgung“ genommen. Die Kosten entsprechen dem Grundversorgungs-Tarif. Neben diesem haben die meisten Versorger aber günstigere Tarife. „Für die Kunden gibt es keine Kündigungsfristen“, sagte der Stadtwerke-Sprecher. Sie könnten den Anbieter frei wählen.

Teldafax steht seit Monaten in den Schlagzeilen. Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen aus Troisdorf bei Bonn mitgeteilt, von Finanzinvestoren übernommen worden zu sein. Der vom Aufsichtsrat eingesetzte Sanierungsexperte Hans-Gerd Höptner hatte finanzielle Engpässe eingeräumt und das Unternehmen als Sanierungsfall beschrieben. Die Margen müssten dringend verbessert werden. Teldafax sucht zudem weitere Investoren. Der Sponsor des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen vertreibt konzernunabhängig Strom und Gas und macht damit klassischen Anbietern wie E.ON und RWE Konkurrenz. Über eigene Kraftwerke verfügt der Discounter nicht. Teldafax hat bundesweit 800.000 Kunden.

Von

rtr

Kommentare (4)

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ralf

25.03.2011, 17:41 Uhr

Eine Firma mit ähnlichem Namen war um die Jahrtausendwende im Telekommunikationsmarkt fast ebenso erfolgreich ...

knasterbax

25.03.2011, 18:59 Uhr

Die neuen Finanzinvestoren haben bereits mit der beabsichtigten Margenerhöhung begonnen: Ich bin Teldafax-Stromkunde und habe vorgestern eine Strompreiserhöhung um fast 4 Cent mitgeteilt bekommen. Ich habe die Gelegenheit genutzt um via Sonderkündigungsrecht von Teldafax wegzukommen.

Teldafax ist wirklich einer der schlechtesten Anbieter auf dem Markt: Hängt man einmal am Haken und ist Kunde, stellt das Unternehmen daraufhin die Kommunikation kein. Auf Anfragen etc. per Fax oder Mail wir schlicht und ergreifend nicht reagiert. Bin gespannt, ob ich ohne Rechtsanwalt und Gericht von Teldafax wegkomme.

Stillfried

26.03.2011, 14:05 Uhr

Wann nehmen die Beteiligten endlich zur Kenntnis, daß das
Geschäftsmodell der Teldefax nie funktioniert hat. Wer
der Firma noch Geld envetraut kann es gleich wegwerfen!

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