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23.10.2013

08:59 Uhr

Zalando wächst und wächst

„Das wird nicht ewig so weitergehen“

VonCarina Kontio

ExklusivDer Berliner E-Commerce-Gigant Zalando macht's offenbar nicht unter 70 Prozent Umsatzplus im Quartal. Trotzdem will sich der Geschäftsführer Rubin Ritter in Zukunft etwas weniger auf's Wachstum konzentrieren.

Die drei Zalando Gründer: David Schneider, Rubin Ritter (m) und Robert Gentz. „Das wird natürlich nicht ewig so weitergehen, da sind wir realistisch“, sagt uns CEO Rubin Ritter zum rasanten Wachstum im zweiten Quartal. Annette Hauschild

Die drei Zalando Gründer: David Schneider, Rubin Ritter (m) und Robert Gentz. „Das wird natürlich nicht ewig so weitergehen, da sind wir realistisch“, sagt uns CEO Rubin Ritter zum rasanten Wachstum im zweiten Quartal.

DüsseldorfAuf die Frage, ob es der Berliner Online-Händler Zalando beim Umsatzwachstum nicht mehr unter 70 Prozent macht, muss Geschäftsführer Rubin Ritter schmunzeln. „Wenn ich an das vergangene Jahr zurück denke, da haben wir auch schon dreistellige Wachstumsraten gehabt.“ Dennoch, das Schuh- und Mode-Unternehmen ist auch im zweiten Quartal wieder extrem rasant unterwegs.

So steigerte der Shop unterm Strich seinen Nettoumsatz auf 437 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Plus von mehr als 70 Prozent. Auch diesmal lässt sich Zalando nicht zu einer Aussage, was unterm Strich dabei herauskam, bewegen. Nur so viel: „Die Gewinnschwelle in unseren Kernregionen Deutschland, Österreich und Schweiz hatten wir ja schon 2012 erreicht“, sagt Rubin Ritter.

Was den Deutschen beim Online-Shopping wichtig ist

Zahlungsmethode

„Die von mir bevorzugte Zahlungsmöglichkeit aus­wählen zu können“ nennt mit 87 Prozent eine über­wältigende Mehrheit der Deutschen als wesentliche Anforderung beim Online-Einkauf. Die klassische Rechnung ist dabei nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Paypal und Lastschrift/Bankeinzug stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Retouren

Unkomplizierte Rücksendemöglichkeiten fordern 80 Prozent der Befragten von ihren Online-Händlern.

Tempo

Besonders geduldig sind die Deutschen nicht, wenn es um ihre Online-Einkäufe geht. Eine schnelle Lieferung ist 80 Prozent der Befragten wichtig.

Lieferkosten

Am besten umsonst: 77 Prozent der Befragten fordern eine kostenlose Lieferung ihrer Ware.

Schnäppchenjäger

Auf das Gefühl, den besten Preis gefunden zu haben, legen 77 Prozent der deutschen Online-Shopper Wert.

Transparenz

75 Prozent der Befragten in Deutschland ist eine transparente Darstellung der Lieferbedingungen wichtig.

Informationen

Die Auswahl an Produkten im Online-Handel ist enorm. Über das gesamte Angebotsspektrum wollen sich 74 Prozent der Befragten gut informiert fühlen.

Produktpräsentation

Vor allem wer viel Geld dafür ausgibt möchte sich die Ware vorher ganz genau ansehen – und das nicht nur im Laden sondern auch online. Eine anschauliche Darstellung des Produkts ist 64 Prozent der Befragten wichtig.

Versandunternehmen

Dass das Versandunternehmen ihm bekannt ist bzw. dass er es vertrauenswürdig findet, erwarten 62 Prozent der deutschen Online-Einkäufer. Elf Prozent der Befragten machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig. Konkret möchten 30 Prozent der Online-Shopper in Deutschland von DHL beliefert werden, 13 Prozent nannten Hermes.

Nachverfolgung

Sie wollen ganz genau wissen wann ihre Ware wo ist, und wann sie sie endlich in den Händen halten können. 61 Prozent der Befragten wollen daher die Möglichkeit haben, ihre Sendung online nachzuverfolgen.

Flexibilität

Flexible Lieferung ist für 51 Prozent der Befragten wichtig. Wunsch-Lieferkonzepte stehen dabei hoch im Kurs. Jeder Fünfte möch­te wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird – beispiels­weise bei einem Nachbarn, einer Packstation oder an einem bestimmten Wunschtag. Jeder Vierte der befragten Online-Shopper ist als Kunde bei einer DHL-Packstation registriert.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

„Diesen positiven Margentrend sehen wir auch insgesamt für 2013“. Da man allerdings noch weiter ins Wachstum investiere, bleibe in Summe auch noch ein negatives Ergebnis. Ritter: „Das machen wir aber ganz bewusst, weil wir daran glauben, dass der Markt für Fashion E-Commerce eine wahnsinnige Opportunität für die Zukunft ist.“

Schon das erste Quartal in diesem Jahr konnte sich sehen lassen: So lag der Umsatz mit 372 Millionen Euro ebenfalls über 74 Prozent über der Periode des Jahrjahres – und das, obwohl die Frühjahrssaison wegen schlechter Wetterbedingungen erst später begonnen hatte.

Kommentare (3)

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MAERCHENalltagBERLIN

23.10.2013, 14:47 Uhr

all die vom unternehmen mit trara veröffentlichten zahlen sind mit vorsicht zu genießen.

die bilanzieren sicher nach IFRS und damit haben die erbsenzähler mehr nicht weniger die möglichkeit umsätze dazu zu schätzen.ebenso können wir ja mal diskutieren , wie rückläufer bei ner quote < 50 % das bilanzielle umsatzzaubern zulassen,dazu noch die lieferanten bearbeitet und papierlage geschaffen und schon hat das kartenhaus ein paar jahre struktur und leichtgläubige medien,die durch werbung profitieren, und mediennutzer.

den konzernprüfern gehts kieken ooch leicht von der hand , is ja ein großer internationaler kunde lieb und teuer

kuckn wah zum schluß,ob was übrigbleibt

der standort des outlets in berlins und die einrichtung ist schäbig und billig.die schnäppchen sind keine.....

Thorgrimm

23.10.2013, 15:19 Uhr

Zumindest scheint eine gewisse Entwicklung absehbar sein. Ich vermute, die beteiligten Banken werden sich der Rückläuferquote aber auch bewusst sein und dennoch weiterhin liquide Mittel zur Verfügung stellen.

Ob Schnäppchen oder nicht spielt keine große Rolle. Wenn es gekauft wird.

Und noch nebenbei: Warum kann kein Nutzer der Kommentarfunktion des Handelsblattes in vernünftigem Deutsch schreiben? Das wäre zumindest um einiges einfacher. Weiterhin würden Satzzeichen und Groß-/Kleinschreibung wirklich helfen!

HerrDoll

24.10.2013, 10:28 Uhr

Letzteres ist auch immer mein Gedanke ;)

Außerdem stellt sich mir oft die Frage, wenn alle alles so genau und besser wissen, warum gründen sie keine Firmen / Unternehmen oder stehen an deren Spitze anstatt immer nur entsprechende Kommentare zu verbreiten

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