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16.01.2014

11:09 Uhr

Zehn Prozent mehr

Bahnchef droht mit immenser Ticketpreiserhöhung

Wenn die Befreiung von der EEG-Umlage fällt, bekommen das die Bahnreisenden zu spüren – damit droht Bahnchef Rüdiger Grube. Die Ausnahmeregelung für die Deutsche Bahn ist in Gefahr. Und damit das Geld der Passagiere.

Weit mehr als die übliche moderate Ticketpreiserhöhung kündigt Rüdiger Grube an. dpa

Weit mehr als die übliche moderate Ticketpreiserhöhung kündigt Rüdiger Grube an.

BerlinZugfahrkarten könnten nach Angaben von Bahn-Chef Rüdiger Grube bis zu zehn Prozent teurer werden, falls die Ausnahmeregelungen bei der Ökostromumlage für energieintensive Unternehmen abgeschafft werden. „Wenn die Bahn künftig die volle Umlage zahlen muss, kommen Ausgaben von ungefähr 500 Millionen Euro auf uns zu”, sagte Grube laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” bei einer Veranstaltung in Berlin.

„Die zusätzliche Belastung würde sich auf die Fahrpreise mit einer Erhöhung von um die zehn Prozent niederschlagen”, sagte Grube demnach. Die Bahn genießt wie andere energieintensive Unternehmen derzeit eine fast vollständige Befreiung von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Die EU-Kommission hatte im Dezember ein Untersuchungsverfahren wegen der Stromrabatte für deutsche Unternehmen eingeleitet. Die Befreiung von der sogenannten EEG-Umlage verstößt laut Kommission womöglich gegen das Wettbewerbsrecht. Die neue Bundesregierung steht auf dem Standpunkt, dass die Befreiungen rechtmäßig sind. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will bis zum Frühjahr ein erstes Konzept für eine Reform der Energiewende vorlegen.

Von

afp

Kommentare (14)

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petervonbremen

16.01.2014, 11:29 Uhr

Das Geld der Kunden in vollkommen unsinnigen Projekten vergraben (z.B. Stuttgart 21), die Bediensteten nicht angemessen bezahlen und dann rumpupen wollen. Ich fahre nur Bahn für 29 € deutschlandweit. Für die Normalpreisangebote ist doch schon ignorieren eine zu große Anstrengung.

Account gelöscht!

16.01.2014, 11:37 Uhr

Ich hingegen fahre, wenn's geht, immer mit der Bahn.

Die 500 Millionen, oder seinen 29,- € * 0,1 Anteil, möge sich der Teilnehmer peter bei den Windmüllern und bei den Solarbaronen holen. Vielleicht eine Klage vor dem eugh oder eine Sammelklage in USA möglich?

Besserwisser

16.01.2014, 11:59 Uhr

Eine dreiste Drohung und Argumentation: Die Subventionszeche wird entweder von den Bahnkunden oder(unbeteiligten) Strom-Kleinverbrauchern über die EEG Umlage finanziert. Dann sollen doch bitte diejenigen bezahlen, die mit der DB fahren.

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