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25.01.2005

17:15 Uhr

Zeit wird immer knapper

Noch keine Liquiditätsspritze für Walter Bau

Dem angeschlagenen Baukonzern Walter Bau läuft die Zeit davon. Nach dem von Roland Berger erarbeiteten Sanierungskonzept hätte die Liquiditätssicherung bis Dienstag stehen müssen, hieß es in Bankenkreisen. Dies sei auch für die anstehende Überweisung der Gehälter erforderlich. „Es ist verdammt eng.“

HB MÜNCHEN/AUGSBURG. Unternehmenskreise bestritten allerdings, dass es eine Frist gebe. Die 27 Banken und Kreditversicherer von Walter Bau haben sich noch nicht auf das Sanierungskonzept für Deutschlands drittgrößten Baukonzern geeinigt. Über mögliche Fortschritte bei den andauernden Gesprächen wurde nichts bekannt.

Nach Angaben aus den Bankenkreisen hatten sich mehrere Geldgeber bereit erklärt, Walter Bau eine Liquiditätsspritze zur Verfügung zu stellen. Sie wollten den erwarteten Kaufpreis für den geplanten Verkauf der Bautechnik-Tochter DSI vorab Walter Bau zur Verfügung stellen. Voraussetzung für diese Überbrückungsfinanzierung sei allerdings die Zustimmung des Bankenkonsortiums für das gesamte Sanierungskonzept.

Zuletzt hatte vor allem ABN Amro dem Vernehmen nach noch Bedenken gegen den Rettungsplan. Nach intensiven Verhandlungen der vergangenen Tage hatte die Bankgesellschaft Berlin das Sanierungspaket grundsätzlich unterstützt. Allerdings hatte sie nach Angaben aus Gläubigerkreisen harte Bedingungen gestellt. So drängten die Berliner zum Beispiel darauf, dass sich Gründer Ignaz Walter über eine Kapitalerhöhung finanziell an der Sanierung beteiligt. Gläubigerkreisen zufolge muss noch im Januar eine Lösung gefunden werden.

In Unternehmenskreisen hieß es am Dienstag, eine Frist für die vereinbarte Liquiditätssicherung gebe es nicht, das laufende Geschäft könne finanziert werden. Walter Bau bleibe noch genügend Zeit, die Gehälter pünktlich zu zahlen. „Je länger der Zustand der Unsicherheit andauert, desto schwieriger wird das Geschäft“, wurde allerdings eingeräumt.

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