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01.04.2011

21:24 Uhr

Zeitungsbericht

Teldafax darf kein Gas nach Berlin liefern

Der angeschlagene Strom- und Gasversorger Teldafax darf laut einem Zeitungsbericht kein Gas mehr nach Berlin liefern. Damit wäre Teldafax seine 8400 Gaskunden in Berlin fürs Erste los.

Teldafax hat laut "Tagesspiegel" eine Zahlungsfrist an die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg verstreichen lassen. Quelle: dpa

Teldafax hat laut "Tagesspiegel" eine Zahlungsfrist an die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg verstreichen lassen.

Berlin/Troisdorf Neue Probleme für den angeschlagenen Strom- und Gasversorger Teldafax: Nach einem Zeitungsbericht ist Teldafax seine 8400 Berliner Gaskunden vorerst los. Wie der Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe) berichtet, ließ das Unternehmen aus Troisdorf bei Bonn eine letzte Zahlungsfrist der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) verstreichen und darf daher seit Freitag kein Gas mehr nach Berlin liefern. „Wir hatten keinen Kontakt mit Teldafax und auch keinen Zahlungseingang“, sagte NBB-Sprecher Carsten Döring der Zeitung.

Teldafax hätte der NBB laut Zeitung bis Donnerstag rund 600.000 Euro zahlen müssen, um die Kündigung des Lieferrahmenvertrages abwenden zu können. Doch dies sei nicht geschehen. Die NBB erwäge nun, Teldafax zu verklagen. Stromkunden seien davon nicht betroffen. Mit dem Netzbetreiber Vattenfall habe Teldafax eine Vorauskasse-Vereinbarung. Zwar ist das Geld für April laut Zeitung nach Vattenfall-Angaben noch nicht eingetroffen, dennoch sei man bei Vattenfall zuversichtlich, dass Teldafax zahlen werde.

Beim in Zahlungsnöte geratenen Billigstromanbieter Teldafax war erst Anfang dieser Woche ein neuer Investor eingestiegen, ein Unternehmen aus Zypern. Teldafax sah damit einen Ausweg aus seinen aktuellen Geldnöten und Hoffnung in der angespannten wirtschaftlichen Lage. Der Einstieg des Investors folgte auf Kündigungen mehrerer Stadtnetzbetreiber, darunter in Essen, Düsseldorf, Berlin und Bremen.

Sie hatten Lieferverträge wegen nicht bezahlter Rechnungen gekündigt. Teldafax hatte aber am Montag berichtet, mit vielen Betreibern habe man sich inzwischen geeinigt.

 

Von

dpa

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