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24.03.2016

19:20 Uhr

Ziele bis 2020

Bahn peilt Umsatzplus von einer Milliarde Euro an

Vorsichtige Prognose bei der Deutschen Bahn: Die Konzernführung will bis 2020 offenbar ein Umsatzplus von einer Milliarde Euro erwirtschaften. Dazu sollen vor allem ICE-Fahrten beitragen.

Das Sorgenkind DB Cargo wird nach Ansicht der DB-Führung in Deutschland noch bis 2018 rote Zahlen schreiben. dpa

Deutsche Bahn

Das Sorgenkind DB Cargo wird nach Ansicht der DB-Führung in Deutschland noch bis 2018 rote Zahlen schreiben.

BerlinDie Deutsche Bahn hat ihre Erwartungen für den Fern- und Güterverkehr bis 2020 einem Medienbericht zufolge vorsichtig formuliert. In den nächsten fünf Jahren solle der Umsatz mit ICE- und Intercity-Zügen auf 4,9 Milliarden Euro klettern, berichtete die „Wirtschaftswoche“ (Donnerstag) unter Berufung auf die aktuelle Mittelfristplanung des Konzerns. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz im Fernverkehr bei 3,9 Millionen Euro gelegen, 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde 2020 zwischen 500 und 670 Millionen Euro liegen.

Im Deutschland-Geschäft von DB Cargo rechne die Bahn bis einschließlich 2018 jedes Jahr mit einem operativen Verlust, berichtete das Blatt. Das größte Minus werde der Prognose nach 2017 erreicht – mit einem operativen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) in Höhe von 149 Millionen Euro. Erst 2019 peile der Konzern für die Güterbahn in Deutschland ein positives Ebit von 101 Millionen Euro an. Die Deutsche Bahn erklärte auf dpa-Anfrage, interne Papiere nicht kommentieren zu wollen.

Wie die Bahn Kunden im Fernverkehr gewinnen will

Keine flächendeckende Preiserhöhung

Bereits für das laufende Jahr hat die Deutsche Bahn in der zweiten Klasse nicht an der Preisschraube gedreht. Das ist auch im nächsten Jahr der Fall, dann auch in der ersten Klasse. Einschränkung: Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die zum Fahrplanwechsel in Betrieb genommen wird und Fahrzeiten deutlich verkürzt.

Ansonsten bleibt bei 90 Prozent der Tickets alles beim Alten: Die Normalpreise ändern sich nicht, die Bahn-Card-Preise bleiben stabil wie auch die Preise für Streckenzeitkarten. Sparpreise gibt es weiter ab 19 und 29 Euro.

Höhere Preise auf neuer Strecke

Kunden, die Verbindungen über die Neubaustrecke Erfurt - Halle/Leipzig nutzen, müssen tiefer in die Tasche greifen; sie kommen aber auch schneller an ihr Ziel. Der Fahrpreis erhöht sich um ein bis sieben Euro. Normalpreise und Streckenzeitkarten werden ebenfalls angepasst.

Die Fahrzeit von Frankfurt am Main nach Leipzig verkürzt sich beispielsweise um 23 Minuten auf rund drei Stunden. Dafür werden mit 85 Euro künftig fünf Euro mehr fällig als bisher. Wer von Berlin nach Erfurt unterwegs ist, zahlt ab dem Fahrplanwechsel 71 statt 64 Euro. Hier gelangt der Bahnreisende dann unter zwei Stunden an sein Ziel; 44 Minuten schneller als bisher.

Sparpreise ohne Vorkaufsfrist

Für den Sparpreis ab 29 Euro auf längeren Strecken entfällt künftig die Vorverkaufsfrist. Je nach Verfügbarkeit kann solch ein Angebot dann noch bis kurz vor Abfahrt gebucht werden. Damit sollen vor allem Kunden angelockt werden, die bisher nicht oder selten Bahn fahren. Sparpreise werden auf Strecken zur Verfügung gestellt, die nicht ausgelastet sind - und zu Zeiten, in denen die Züge nicht voll sind.

Fahrten mit ICE-Sprinter werden günstiger

In etwa dreieinhalb Stunden von Frankfurt am Main nach Berlin oder von Köln nach Hamburg - das ist mit dem ICE-Sprinter möglich. Die Sprinter-Fahrten werden mit dem Fahrplanwechsel günstiger, weil die Reservierungspflicht und der Sprinter-Aufpreis von 11,50 Euro entfallen. Wer auf eigenen Wunsch einen Sitzplatz reservieren will, zahlt in der zweiten Klasse die üblichen 4,50 Euro. In der ersten Klasse ist die Reservierung im Fahrpreis enthalten.

Normalpreis wird zum Flexpreis

Mit dem Normalpreis können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Deutsche Bahn gleich im Namen deutlich machen und tauft den Normalpreis in Flexpreis um.

Kein Termin für Gratis-Internet in zweiter Klasse

Mit dem Normalpreis können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Deutsche Bahn gleich im Namen deutlich machen und tauft den Normalpreis in Flexpreis um.

Von

dpa

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