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20.01.2007

14:27 Uhr

Zigaretten

Automatenverkauf bricht drastisch ein

Die Verkaufszahlen von Zigaretten an Automaten sind seit Jahresbeginn extrem gesunken. Seitdem dürfen Zigaretten an Automaten nur noch verkauft werden, wenn der Käufer über eine Chipkarte sein Alter nachweist.

HB BERLIN. Der Umsatz an Zigaretten-Automaten ist nach der Einführung der Chipkarte zur Alterskontrolle drastisch zurückgegangen. „Wir haben in der ersten Januarhälfte einen Umsatzeinbruch von 40 bis 50 Prozent beobachtet“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA), Peter Lind, der „Welt am Sonntag“. In den ersten Tagen nach der Umstellung seien es sogar 70 bis 80 Prozent gewesen.

Nach den Worten Linds zieht das Geschäft mittlerweile wieder etwas an. Doch auch für das Gesamtjahr rechnet Lind mit einem Umsatzminus an den Automaten. Nach Angaben des Verbandsfunktionärs sind von dem Umsatzrückgang vor allem die 250 000 Automaten betroffen, die auf den Straßen stehen. Das Geschäft in Gaststätten sei nur um rund zehn Prozent eingebrochen. Dort darf der Wirt nach einer Alterskontrolle die Zigaretten mit einer gesonderten Karte für den Gast kaufen.

Seit dem 1. Januar gilt das Jugendschutzgesetz auch für Zigarettenautomaten. Raucher müssen per EC- oder Geldkarte nachweisen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind. Bislang bieten jedoch nicht alle Banken einen Chip mit dem notwendigen Altersnachweis an.

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