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17.05.2016

17:27 Uhr

Zigarettenhersteller

Kleinere Marken verschwinden vom Markt

Die neue EU-Tabakrichtlinie bedeutet das Aus für viele Nischenprodukte: Zigarettenkonzern Reemtsma hat nun die Produktion von sechs kleineren Marken eingestellt. Auch bei British American Tobacco fallen Marken weg.

Der Deutsche Zigarettenverband DZV kritisierte, die Umsetzung der EU-Richtlinie gefährde kleine und mittlere Zigarettenhersteller in Deutschland. dapd

Große Marken beim Tabakhändler

Der Deutsche Zigarettenverband DZV kritisierte, die Umsetzung der EU-Richtlinie gefährde kleine und mittlere Zigarettenhersteller in Deutschland.

BerlinWegen einer Umstellung bei der Zigarettenproduktion in Deutschland werden in diesem Jahr einige kleinere Marken auf der Strecke bleiben. Der Zigarettenkonzern Reemtsma hat die Produktion der Marken Atika, Eckstein No. 5, Juno, Salem No. 6, Reval Filter Golden Blend und Player's Virginia No. 6 eingestellt, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Hamburg. Sie bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ (Printausgabe, Dienstag).

Beim Konkurrenten British American Tobacco (BAT) fallen nach dem Bericht die Marken Golden American und Winfield weg. Einige weitere Marken gelten als gefährdet. Die Konzerne fokussieren sich auf ihre Hauptmarken und lassen Nischenprodukte auslaufen.

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Ein Grund – allerdings nicht der einzige – ist die EU-Tabakrichtlinie. Ab Freitag dürfen in Deutschland nur noch Schachteln mit Schockbildern, Warnhinweisen und mit mindestens 20 Zigaretten Inhalt hergestellt werden. Die Umstellung ist mit Kosten verbunden, die kleinere Marken nicht schnell wieder hereinbringen. Sie werden aber nicht sofort vom Markt verschwinden, sondern die bereits produzierte Ware darf noch verkauft werden.

Der Deutsche Zigarettenverband DZV kritisierte, die Umsetzung der EU-Richtlinie gefährde kleine und mittlere Zigarettenhersteller in Deutschland, die ohnehin ausschließlich Nischenprodukte produzierten.

Zudem hätten andere EU-Länder ihren Zigarettenherstellern sehr viel längere Übergangsfristen eingeräumt, um die Produktion umzustellen. „Das sind alles Wettbewerbsnachteile für die deutschen Standorte“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jan Mücke.

Von

dpa

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