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08.04.2015

16:11 Uhr

Zu niedriges Angebot

Immofinanz lässt CA Immo abblitzen

Weil es „nicht angemessen“ sei, hat der österreichische Immobilienkonzern Immofinanz das Einstiegsangebot von Konkurrentin CA Immo abgelehnt. Eine spätere Fusion scheint aber wahrscheinlich.

Der österreichische Gewerbeimmobilienkonzern Immofinanz hat die Einstiegsofferte der Konkurrentin CA Immo als zu niedrig abgelehnt. Reuters

Angebot abgelehnt

Der österreichische Gewerbeimmobilienkonzern Immofinanz hat die Einstiegsofferte der Konkurrentin CA Immo als zu niedrig abgelehnt.

WienDer österreichische Gewerbeimmobilienkonzern Immofinanz hat die Einstiegsofferte der Konkurrentin CA Immo nun auch offiziell abgelehnt. Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsrat des Unternehmens erklärten am Mittwoch, das Angebot sei nicht im Interesse der Firma und ihrer Mitarbeiter. Die Immofinanz-Aktionäre sollten es deshalb nicht annehmen, erklärte die Unternehmensführung.

Aus ihrer Sicht sei der von CA Immo und ihrem russischen Großaktionär Boris Mints gebotene Preis von 2,80 Euro je Aktie „nicht angemessen“. Zudem bestehe die Gefahr, dass sich CA Immo und Mints mit ihrem Anteil von knapp 20 Prozent eine Sperrminorität oder gar die faktische Kontrolle auf Hauptversammlungen sicherten. Denn die Präsenz bei den Aktionärstreffen sei mit knapp 27 Prozent traditionell niedrig.

Deutschlands größte Immobilienkonzerne

Platz 5: Adler Real Estate/Westgrund*

Anzahl der Wohneinheiten: 52.000

*bei erfolgreicher Übernahme

Quelle: Unternehmen, Stand: 30. September 2014

Platz 4: TAG Immobilien

Anzahl der Wohneinheiten: 74.318

LEG

Anzahl der Wohneinheiten: 97.487

Platz 2: Deutsche Wohnen/Conwert*

Anzahl der Wohneinheiten: 171.500

*bei erfolgreicher Übernahme

Platz 1: Deutsche Annington/Gagfah*

Anzahl der Wohneinheiten: 350.000

*nach dem Zusammenschluss der Unternehmen

CA Immo und Mints bieten noch bis zum 15. April rund 420 Millionen Euro für einen Anteil von weiteren rund 13,5 Prozent an Immofinanz. Diese will sich mit einem 530 Millionen Euro schweren Gegenangebot wehren - muss sich dafür aber zuerst grünes Licht von ihren Aktionären holen. Die beiden Unternehmen sind sich eigentlich einig, dass eine Fusion zu einem späteren Zeitpunkt Sinn macht. Offen ist nur, wer dabei wen übernimmt.

Von

rtr

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