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24.11.2013

18:46 Uhr

Zu viel Konkurrenz

Lufthansa lockert Meilen-Kooperation mit Turkish Airline

Die Lufthansa geht aus Wettbewerbsgründen auf Distanz zu ihrem Partner Turkish Airlines. Unter anderem sollen für Flüge mit dem türkischen Unternehmen nur noch ein Viertel der Statusmeilen gutgeschrieben werden.

Bonusmeilen-Karte der Lufthansa: Künftig weniger Freimeilen. dpa

Bonusmeilen-Karte der Lufthansa: Künftig weniger Freimeilen.

FrankfurtVon Januar an will die Lufthansa ihren Kunden bei Flügen mit Turkish Airlines nur noch ein Viertel der dafür anfallenden Statusmeilen gutschreiben. Einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ bestätigte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag. „Wir befinden uns in einem verstärkten Wettbewerb“, sagte er. Die Formulierung des „Spiegels“, es handele sich um das „Ende einer Beziehung“ zwischen den Airlines, wies er zurück. Das Magazin berichtete auch, Turkish Airlines sauge „massiv Kunden aus Deutschland ab“, der Partnerstatus helfe ihr dabei.

Lufthansa-Passagiere können sich Statusmeilen bei einem Turkish-Airlines-Flug zum Beispiel sichern, wenn sie einen Lufthansa-Flug mit einem Turkish-Airlines-Flug kombinieren. Wer genug Statusmeilen gesammelt hat, kann spezielle Serviceleistungen nutzen – zum Beispiel Lounges oder eine bevorzugte Abfertigung. Bei den ebenfalls gutgeschriebenen Prämienmeilen soll es nach Angaben des Sprechers keine Veränderung für Lufthansa-Kunden in Turkish-Airlines-Maschinen geben.

Beide Airlines sind Mitglied im weltgrößten Airline-Bündnis Star Alliance. Bei anderen Alliance-Partnern würden nach wie vor 100 Prozent der Statusmeilen gutgeschrieben, berichtete der „Spiegel“. „Prinzipiell wird die Höhe der Meilenvergabe zwischen den Partnern festgelegt“, sagte der Sprecher. Dabei spielten auch die Markt- und Wettbewerbssituation eine Rolle.

Lufthansa denkt nach Angaben des Sprechers außerdem darüber nach, das sogenannte Code-Share-Angebot mit Turkish Airlines zu reduzieren. In diesen Fällen kauft beispielsweise Lufthansa ein Kontingent an Turkish-Airline-Flügen und vermarktet es selbst. Als Grund für die Überlegung nannte der Sprecher mangelnde Wirtschaftlichkeit. Da die Lufthansa ihr Angebot ausgeweitet habe, sei die Notwendigkeit nicht mehr gegeben, das Angebot in der Form aufrechtzuerhalten. Davon habe Lufthansa den Partner bereits informiert.

Von

dpa

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