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16.05.2013

11:55 Uhr

Zuckerproduzent

Südzucker erreicht Rekordergebnis

Einen Rekordgewinn verzeichnet Europas größter Zuckerproduzent Südzucker: Der Umsatz stieg um knapp 13 Prozent. Besonders Zucker und Biokraftstoff sind für die Gewinnsteigerung ausschlaggebend, weniger die Tiefkühlkost.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Südzucker-Vorstand jedoch einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 825 Milliarden Euro. dapd

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Südzucker-Vorstand jedoch einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 825 Milliarden Euro.

MannheimEuropas größter Zuckerproduzent Südzucker hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Das operative Ergebnis stieg in dem bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahr um fast 30 Prozent auf 974 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/13 um knapp 13 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Der Mannheimer Konzern konnte vor allem mit Zucker und Biokraftstoff den Gewinn kräftig steigern. Bei Tiefkühlprodukten und Fertiggerichten schrumpfte das Ergebnis dagegen um gut elf Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis in dieser Höhe gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Südzucker-Vorstand einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 825 Milliarden Euro. "Damit bewegt sich Südzucker jedoch nach wie vor auf einem hohen Niveau und wird eine hohe Verzinsung auf das im Unternehmen eingesetzte Kapital erzielen", erklärte das Unternehmen. Die operative Marge erreichte in diesem Jahr 12,4 Prozent nach 10,7 Prozent im Vorjahr. Die Dividende will der Zuckerproduzent um 20 Cent auf 90 Cent anheben. Analysten hatten hier nur mit einem Anstieg auf 86 Cent je Aktie gerechnet.

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker rechnet nach einer Durchsuchung der EU-Kartellbehörden außerdem nicht mit einer Kartellstrafe. "Wir gehen davon aus, dass die Durchsuchungen für uns keine Implikationen haben", sagte Südzucker-Vorstandschef Wolfgang Heer am Donnerstag in Mannheim. Der Anlass der Durchsuchung, der auch sechs weitere Zuckerproduzenten betroffen habe, sei dem Unternehmen nicht bekannt.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hatte am Dienstagabend erklärt, die Behörde habe im April mehrere Unternehmen der Branche durchsucht. Nach Beschwerden über unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelindustrie sei vor längerer Zeit schon eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden. Nun bestehe der Verdacht, dass in Deutschland, Österreich, Ungarn, Lettland und Rumänien von 2004 bis 2011 Preise für Weißzucker abgesprochen worden seien.

Von

rtr

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