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24.07.2014

11:12 Uhr

Zufriedene Einzelhändler

Weniger Rabatte im Sommer-Schluss-Verkauf

Die Lager sind nicht so voll wie im vergangenen Sommer – da fällt der Griff zum Rotstift bei den Einzelhändlern im Schlussverkauf sparsamer aus. Doch in einigen Bereichen können Sparfüchse noch fündig werden.

Das wird ein selteneres Bild sein als noch im vorigen Jahr: Einige Händler verzichten auf riesige Rabattaktionen. dpa

Das wird ein selteneres Bild sein als noch im vorigen Jahr: Einige Händler verzichten auf riesige Rabattaktionen.

DüsseldorfSchlechte Aussichten für Schnäppchenjäger: Die Rabatte im Sommerschlussverkauf (SSV) 2014 dürften nach einer Marktstudie spürbar niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr. Nach dem am Donnerstag veröffentlichen Handelsbarometer der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) rechnen die Einzelhändler nur noch mit Preisnachlässen von durchschnittlich 23 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten sie nach dem nasskalten Sommeranfang noch Rabatte von durchschnittlich 27 Prozent erwartet.

„Die Kunden werden auch in diesem Jahr wieder erfolgreich auf Schnäppchenjagd gehen können, aber die Rekordrabatte vom letzten Jahr werden wohl nicht mehr erreicht“, betonte EY-Partner Thomas Harms.

Die Händler hätten keinen Anlass, es mit der Höhe der Rabatte zu übertreiben. Denn zwei Drittel von ihnen seien mit ihrer aktuellen Geschäftslage bereits zufrieden. Und auch die Zukunftserwartungen seien überwiegend positiv. Außerdem seien die Lager nicht übermäßig voll. Das sei im vergangenen Jahr mit dem kalten und extrem nassen Sommer anders gewesen.

Vor allem bei Schuhen, Bekleidung und Sportartikeln können Sparfüchse Harms zufolge dennoch auf ihre Kosten kommen. In diesen Segmenten rechneten die Händler im Schnitt mit Rabatten zwischen 25 und 27 Prozent. Bei Unterhaltungselektronik würden dagegen nur Preisnachlässe von durchschnittlich 17 Prozent erwartet, bei Haushaltswaren seien es sogar nur 15 Prozent.

Die beliebtesten deutschen Händler

Quelle

Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
Stand der Veröffentlichung: Dezember 2013.

Platz 10

bonprix
Mode
Indexwert: 77,9 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 9

Otto
Multisortimenter
Indexwert: 77,9 (minus 0,1 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 8

Globus
Lebensmittel
Indexwert: 78,1 (minus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 7

Tchibo
Multisortimenter
Indexwert: 79 (minus 1,0 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 6

Rossmann
Drogerie
Indexwert: 79,6 (plus 0,8 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 5

Müller
Drogerie
Indexwert: 80,0 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 4

Thalia
Bücher
Indexwert: 81 (minus 1,4 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 3

Douglas
Drogerie
Indexwert: 81,1 (plus 2,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 2

Amazon
Multisortimenter
Indexwert: 82,5 (minus 7,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 1

dm
Drogerie
Indexwert: 84,2 (minus 1,3 Punkte gg. Vorjahr)

Der freiwillige Sommerschlussverkauf (SSV) startet am kommenden Montag. Rund 44 Prozent der befragten Händler wollen diesmal daran teilnehmen. Auch das ist deutlich weniger als im Vorjahr, als 50 Prozent mitmachen wollten. Preisreduzierungen gibt es in zahlreichen Geschäften allerdings schon seit vielen Wochen. Insgesamt befragte EY für das Handelsbarometer 120 leitende Manager führender deutscher Handelsunternehmen.

Von

dpa

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