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11.12.2013

13:37 Uhr

Zulassung von ICE-Zügen

Bahn hofft auf Entlastung im Winterverkehr

ExklusivKonzernchef Rüdiger Grube macht Bahnfahrern Hoffnung: Die ersten verspäteten ICEs sollen noch vor Weihnachten zugelassen werden. Mit einem Bundesfonds will Grube den Milliarden-Investitionsstau abbauen.

Ein ICE 3 fährt ein: Bahn-Chef Rüdiger Grube rechnet mit der ersten Lieferung der neuen Züge von Siemens. dpa

Ein ICE 3 fährt ein: Bahn-Chef Rüdiger Grube rechnet mit der ersten Lieferung der neuen Züge von Siemens.

DüsseldorfMit zweijähriger Verspätung rollen jetzt die dringend erwarteten neuen ICEs der Deutschen Bahn an. In den nächsten Tagen werden die ersten Züge für den Betrieb zugelassen. Weite Einheiten kommen Anfang 2014. „Wir haben in den nächsten beiden Wochen gute Chancen, zwei der ausstehenden 16 Siemens-Züge zu bekommen“, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube in einem Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). „Und wenn alles gutgeht, kommen bis März acht weitere Einheiten, also vier Doppelzüge, hinzu.“

Die Züge werden früheren Ankündigungen zufolge zunächst in Reserve gehalten und entlasten so die äußerst angespannte Fahrzeugsituation im Fernverkehr. Das ist vor allem im Winter wichtig, weil Eis und Schnee häufig zu Ausfällen führen.

Die ICEs mit einem Gesamtwert von etwa 500 Millionen Euro hätte Siemens laut Vertrag bereits vor zwei Jahren liefern müssen. Sie waren für den internationalen Verkehr nach Belgien, Holland und Frankreich vorgesehen. Verzögerungen bei der Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt sowie technische Probleme durchkreuzten jedoch den Zeitplan.

Vor genau einem Jahr kam es zum Eklat, nachdem der damalige Siemens-Chef Peter Löscher Grube persönlich die pünktliche Lieferung zugesagt hatte. Nur wenige Tage später stellte sich allerdings heraus, dass die Betriebszulassung noch in weiter Ferne lag. Die Bahn machte daraufhin Siemens öffentlich für mögliche Einschränkungen im Fernverkehr verantwortlich.

Die Probleme sind mit den nun anrollenden ICEs aber nicht gelöst. Die Bahn wartet noch auf die Doppelstock-Intercitys des kanadischen Herstellers Bombardier. Davon sind 27 im Gesamtwert von 360 Millionen Euro bestellt. „Die sollten eigentlich bis Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen“, sagte Grube dem Handelsblatt. „Ob wir sie innerhalb der nächsten zwei Jahre haben werden, dazu wage ich keine Vorhersage.“

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