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07.06.2015

02:24 Uhr

Zusammenarbeit mit Fifa

Adidas-Investor drängt auf Vertragskündigung

Adidas ist einer der Haupt-Sponsoren des Weltfußballverbands Fifa. Doch nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals mehren sich die Stimmen, die ein Ende der Zusammenarbeit mit der Fifa fordern.

Unter Adidas-Investoren wird die Forderung laut, dass der Groß-Sponsor seine Zusammenarbeit mit dem Weltfußballverband Fifa einstellt. imago sportfotodienstimago

Adidas Copa Mundial

Unter Adidas-Investoren wird die Forderung laut, dass der Groß-Sponsor seine Zusammenarbeit mit dem Weltfußballverband Fifa einstellt.

BerlinUnter den Adidas-Aktionären werden Forderungen nach einem Ende der Zusammenarbeit des Sportausrüsters mit dem skandalträchtigen Weltfußballverband Fifa laut. "Adidas muss jetzt prüfen, ob der Fifa-Vertrag zu kündigen ist", sagte der Vorsitzende der Vereinigung Institutioneller Privatanleger (VIP), Hans-Martin Buhlmann, der "Welt am Sonntag". So könne Druck für eine Neugestaltung der Fifa aufgebaut werden. Buhlmann vertrat auf der diesjährigen Hauptversammlung eigenen Angaben zufolge knapp 3,2 Millionen Aktien im Wert von 230 Millionen Euro. Damit gehört er zu den größeren Investoren-Vertretern.

Buhlmann kritisierte laut Vorabbericht, Adidas könne nicht von seinen Beschäftigten gesetzestreues Verhalten verlangen, "wenn gleichzeitig Geschäftsbeziehungen zu einem Verband fortgesetzt werden, bei dem es offensichtlich Korruption gibt". Bei der Neuaufstellung der Fifa könne Adidas-Chef Herbert Hainer eine Schlüsselrolle übernehmen. Sein Vertrag läuft bis März 2017.

Adidas gehört seit Jahrzehnten zu den Groß-Sponsoren des Fußballverbandes, der derzeit vom schwersten Korruptionsskandal seiner Geschichte erschüttert wird. US-Behörden ermitteln gegen mehrere ehemalige und aktive Fifa-Funktionäre, darunter nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittler auch gegen Präsident Joseph Blatter. Dieser hat seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Adidas hat dies als Schritt in die richtige Richtung begrüßt.

Von

rtr

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