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25.01.2005

08:46 Uhr

Zwei Jahre nach Sars schreiben die Airlines wieder fette Gewinne

Asiens Luftverkehr erwartet Rekordjahre

Das Geschäft der Fluggesellschaften Asiens steht vor einem anhaltenden Boom. „Der Luftverkehr in der Region Asien-Pazifik dürfte in diesem Jahr mindestens zehn Prozent wachsen“, prognostiziert Peter Harbison, Geschäftsführer des Centre for Asia Pacific Aviation (Capa) mit Sitz in Sydney, auf einer Luftfahrtkonferenz in Singapur.

dp/ebe HB DÜSSELDORF. Der Unternehmensberater geht davon aus, dass die asiatisch-pazifische Luftfahrtindustrie den globalen Trends auch 2005 trotzen wird: „Wachstum und Profitabilität dürften wieder das Niveau des Rekordjahres 2004 erreichen“, sagte er.

Schon die Bilanzen des Vorjahres zeigen keine Spuren mehr vom abrupten Geschäftseinbruch durch die Lungenepidemie Sars im Frühjahr 2003. Harbison rechnet damit, dass Airlines in Asien und Nahost 2004 einen Rekordgewinn von drei Mrd. Dollar eingeflogen haben. Hiervon dürften allein 750 Mill. Dollar auf das Konto chinesischer Fluglinien gehen. Das Bild bei amerikanischen Airlines liefert einen scharfen Kontrast: deren Verlust 2004 schätzt das Capa auf sechs bis acht Mrd. Dollar, den der europäischen Fluglinien auf rund 500 Mill. Dollar.

Als Wachstumstreiber sieht Harbison die Länder China und Indien sowie das dynamische Aufkommen von Discountfliegern in Südostasien. Die Konsolidierung unter chinesischen Airlines und der jüngste Börsengang von Air China, der größten Fluggesellschaft des Landes, qualifiziert er als „bahnbrechende Leistungen“. In Indien setzt Harbison auf die angekündigte Liberalisierung der zivilen Luftfahrtpolitik. Gebremst werden könne das Wachstum allenfalls durch den Mangel an qualifiziertem Personal und Engpässe in der Infrastruktur.

Die führenden Fluggesellschaften der Region teilen diesen Optimismus. Australiens größte Fluglinie Qantas gab in der Vorwoche bekannt, der Vorsteuergewinn des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 (30. Juni) werde das Rekordergebnis des Vorjahres von 964,6 Mill. australischen Dollar noch übertreffen. Auch der Lufthansa-Partner Singapore Airlines rechnet zwei Jahre nach den Sars-Turbulenzen wieder mit einem starken Geschäft: Vorstandschef Chew Choon Seng erwartet für 2005 ein Wachstum von sechs bis sieben Prozent.

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