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04.08.2013

10:38 Uhr

Zweistellige Zuwächse

Hitze treibt Mineralwasser-Absatz

Mediziner empfehlen, wegen der Hitzeperiode in Deutschland mehr Mineralwasser zu trinken. Die Abfüller vermelden ein sattes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Eine bestimmte Wasserart gewinnt besonders.

Mineralwasser-Flaschen: Der heiße Sommer sorgt bei den Getränkeherstellern für Mehrschicht-Betrieb und Wochenendarbeit. dpa

Mineralwasser-Flaschen: Der heiße Sommer sorgt bei den Getränkeherstellern für Mehrschicht-Betrieb und Wochenendarbeit.

Gerolstein/FachingenDie afrikanische Hitze lässt den Absatz von Mineralwasser in Deutschland kräftig sprudeln. Das hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter Mineralwasserherstellern ergeben. Die Betriebe hätten im Juli ein Absatzplus von durchschnittlich 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erreicht, einige sogar ein Plus von rund 30 Prozent, sagte eine Sprecherin des Verbands Deutscher Mineralbrunnen in Bonn.

Allerdings war der Juli 2012 laut der Sprecherin ein eher schlechter Absatzmonat gewesen. Im ersten Halbjahr 2013 lag der Verkauf um 0,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Bei Fachingen Heil- und Mineralbrunnen im rheinland-pfälzischen Birlenbach-Fachingen laufen die Bänder im Zwei-Schicht-Betrieb. Die Sonne sei derzeit der beste Verkäufer, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schaefer. Der Absatz sei im Juli um rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Im Vorjahr habe der beste Sommermonat August nur ein Plus von 13 Prozent beschert.

Die Wärme entschädige für das kalte Frühjahr, das der Branche zugesetzt habe, sagte Schaefer. Fachingen sei davon zwar kaum betroffen gewesen und habe im Juni sogar ein Absatzplus von 1,5 Prozent erzielt. Doch die Gastronomie als wichtiger Abnehmer habe sehr unter den Wetterkapriolen gelitten. Lieferengpässe sieht Schaefer momentan noch nicht. Die Branche sei auf Sommer eingestellt und habe vorproduziert. Nur wenn der ganze August noch sehr heiß bleibt, würde es bei Fachingen langsam auf Kapazitätsgrenzen zugehen.

Deutschlands größte Getränkehersteller

Platz 10

PepsiCo - 9,75 Millionen Hektoliter

Während Pepsi dem großen roten Konkurrenten international die Stirn bieten kann – in Deutschland schafft es die Limo-Marke nur knapp in die Top 10. Zu den Marken des Konzerns gehören unter anderem Mountain Dew, 7 Up, Tropicana und der Energydrink Rockstar.
Quelle: Lebensmittelzeitung, Daten für 2012

Platz 9

Oettinger-Gruppe - 10,6 Millionen Hektoliter

Mit der Fokussierung auf billiges Bier ist die Oettinger-Gruppe zu einer der größten Brauereien des Landes aufgestiegen.

Platz 8

Riha Richard Hartinger - 11 Millionen Hektoliter

Riha ist Deutschlands größter Fruchtsafthersteller. Dazu zählt etwa die Marke Fruchtquell.

Platz 7

AB-Inbev - 12 Millionen Hektoliter

Die Brauerei-Gruppe steht für Marken wie Beck's und Hasseröder.

Platz 6

Radeberger - 13 Millionen Hektoliter

Die Brauerei gehört zum Oetker-Imperium und vertreibt ab 2015 Pepsi-Produkte in ganz Deutschland.

Platz 5

Bitburger- 14 Millionen Hektoliter

Die Brauerei aus der Eifel hat neben der Stammmarke etliche weitere Biermarken im Angebot wie König Pilsener oder Licher.

Platz 4

Schäff-Gruppe - 19 Millionen Hektoliter

Das Aldi-Mineralwasser Altmühltaler stammt von der Schäff-Gruppe ebenso wie zahlreiche andere Eigenmarken von Discountern.

Platz 3

Hansa-Heemann - 24 Millionen Hektoliter

Auch an Rang drei steht ein Produzent von Handelsmarken für Discounter.

Platz 2

Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG - 26,8 Millionen Hektoliter

Die 100-prozentige Tochter der Schwarz-Gruppe produziert alle Handelsmarken der konzerneigenen Supermarktketten Lidl und Kaufland und hat es damit innerhalb weniger Jahre an die Spitze der deutschen Getränkehersteller geschafft. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ist heute der größte Mineralwasserproduzent Deutschlands.

Platz 1

Coca-Cola - 36,5 Millionen Hektoliter

Der rote Riese regiert auch den Getränkemarkt in Deutschland mit deutlichem Abstand. Die Zentrale zog 2003 von Essen nach Berlin. Mit Fanta wurde eine der großen internationalen Marken des Konzerns von der deutschen Tochter erfunden.

Gerolsteiner Brunnen in der Eifel gehört gleichfalls zu den Firmen, die offenbar vom heißen Sommerwetter profitieren. „Der Juli hat uns mit Rekordtemperaturen von über 30 Grad Celsius einen positiven Absatzimpuls beschert“, sagte Marketingleiter Marcus Macioszek über den Verkauf von Mineralwasser. Es lägen zwar noch keine endgültigen Zahlen vor, sicher sei aber, dass das Juli-Ergebnis über dem des Vorjahres liege. „Damals hatte uns der Juli mit seinem hohen Regenanteil einen schwierigen Start in die Sommermonate beschert.“

Das Geschäft im ersten Halbjahr 2013 bezeichnete Macioszek als zufriedenstellend - trotz des über weite Strecken ungewöhnlich kühlen und regenreichen Wetters. „Das liegt auch daran, dass sich Mineralwasser längst zu einem Ganzjahresprodukt entwickelt hat.“

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

04.08.2013, 11:48 Uhr

Für so was Normales (weil logisch) schreibt man einen riesen Artikel.

BlauerBock

04.08.2013, 12:45 Uhr

@stranger57: Ich finde den Artikel durchaus interessant. Aber schön, wenn sie alles so logisch finden. Dann brauche Sie gar gar keine Nachrichten mehr lesen :)

DEUFRA2011

04.08.2013, 13:58 Uhr

Das ist genau das Problem. Man liest solche Artikel in der Erwartung "da muss doch noch was kommen", aber da kommt nichts. Aber es ist immerhin erhellend endlich zu erfahnren, dass bei warmem Wetter mehr Wasser getrunken wird als bei kaltem. Ich warte auf den nächsten Artikel zum Verkauf von Speiseeis. Das wird sicher wieder der Knaller. Irgendwann wechselt man die Zeitung.

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