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21.01.2015

17:57 Uhr

Handelsblatt Energietagung

Das Ringen um den Klimaschutz

VonDana Heide, Silke Kersting

ExklusivWenn Deutschland so weiter macht, wird es seine selbst gesteckten Klimaschutzziele bis 2020 nicht erreichen. Angesichts dieser Entwicklung tritt auch wieder eine längst tot geglaubte Technologie in die Diskussion.

„Energiepolitik ist untrennbar mit dem Klimaschutz verbunden“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Handelsblatt Energietagung in Berlin. EUROFORUM, Dietmar Gust

„Energiepolitik ist untrennbar mit dem Klimaschutz verbunden“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Handelsblatt Energietagung in Berlin.

BerlinDie Bundesregierung wird nach heutigem Stand ihr CO2-Einsparungsziel für 2020 nicht erreichen. Falls es wirklich soweit kommt, wäre das für Deutschland, das lange als Vorreiter auf dem Gebiet des Klimaschutzes galt, ein schwerer Schlag. Dementsprechend wird nun händeringend nach Möglichkeiten gesucht, die Ziele doch noch zu erreichen – auch und vor allem mit Hilfe der Energiewirtschaft.

„Energiepolitik ist untrennbar mit dem Klimaschutz verbunden“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Handelsblatt-Energietagung in Berlin. Klimaschutz gebe es nicht zum Nulltarif. Aber er biete auch eine Chance für Unternehmen, die sich etwa auf dem Gebiet der Erneuerbaren unterwegs sind.

Hendricks geht davon aus, dass sie die Bundesländer von einer steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung überzeugen kann. Sie sei „sehr zuversichtlich, dass es uns gemeinsam gelingen wird, eine Regelung mit den Ländern zu finden, wie effiziente Sanierungsmaßnahmen steuerlich gefördert werden können“, sagte sie dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

„Denn am Ende profitieren die Kommunen vor Ort davon: Jeder Euro, auf den der Staat hier verzichtet, löst umgekehrt ein Vielfaches von Investitionen und damit zusätzlicher Beschäftigung aus.“ Sie kündigte an, das Aktionsprogramm Klimaschutz konsequent umzusetzen und zu „zeigen, wie wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz in Einklang gebracht werden können“, sagte die SPD-Ministerin.

Hendricks brachte die Sprache auch auf eine Technologie, die in Deutschland längst zu den Akten gelegt wurde: CCS, die dauerhafte Speicherung von klimaschädlichen Gasen. „Unter Klimagesichtspunkten dürfen wir die CCS-Technologie nicht einfach vollständig ablehnen“, sagte Hendricks. Darauf habe sie auch im Umweltausschuss im Dezember hingewiesen. Zumindest die von Deutschland ins Ausland exportierte Kohletechnologie müsste CCS-fähig sein.

Mit ihrem Hinweis auf den Nutzen der Kohlespeicherung für den Klimaschutz traf sie auf breite Zustimmung. „CCS ist eine wunderbare Technologie“, sagte Rolf Martin Schmitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei RWE. Beim Klimaschutz solle man sich am Ziel orientieren und nicht auf eine Technologie festlegen.

Für den Essener Energieversorger wäre die Einführung der CCS-Technologie in Deutschland ein Glücksfall, hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) doch sogar damit gedroht, Kohlekraftwerke, von denen der Konzern schließlich einige hat, wegen ihrer hohen Belastung für das Klima abzuschalten.

Unterstützung bekommt er dabei von der Umweltschutzorganisation BUND. „Wir plädieren dafür, dass wir in den Ausstieg aus der Kohle einsteigen müssen und zwar beginnend mit der Braunkohle“, sagte deren Vorsitzender Hubert Weiger.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

21.01.2015, 18:25 Uhr

Die Bundesregierung wird nach heutigem Stand ihr CO2-Einsparungsziel für 2020 nicht erreichen.

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Überall werden nur Wachstumsprognosen auf Basis des niedrigen Ölpreises ausgerechnet.

Ist etwa so wie wenn man zur Bank geht und sich eine Million Euro aushändigen lässt weil man letzte Woche gleich im Lotto fünf mal daneben getippt hatte.

Dabei entsteht in Europa nur Wachstum durch die Beschaffung von Neue Arbeitsplätzen.

Politiker und Ökonomen sind aber am Ende mit dem Latein...

wollen aber weder eine neue Sprache noch Neue Visionen anerkennen.

Alleine in der Autoindustrie Europas benötigt man einen attraktiven...ELEKTRO-CITY-CAR !!!

Dieses Fahrzeug würde den CO2 , den Lärm und die EU-Arbeitslosigkeit teilweise abschaffen.

Vorteile müsste man all den Fahrer/innen einräumen wie etwa nur noch solche Fahrzeuge in den Stadtkernen der EU-Großstädte herein fahren zu lassen...auch für TAXIS !

Europa verbrennt zu viel Müll...

und dabei wird Energie verschwendet !

wie man mit Wasserstauung Energie gewinnt haben wir gelernt...

warum lernen wir jetzt nicht die Wärme der Müllverbrennung auch

uns zu nutzen zu machen ???

Erst wenn kein Baum mehr zu verbrennen gibt...

Erst wenn kein Liter Öl mehr gibt...

Erst wenn wir gar nichts mehr haben...

Erst dann überlegen wir uns wie wir weiter kommen ?




Herr Franz Paul

21.01.2015, 18:36 Uhr

Womit haben wir diese(n) MinisterIn verdient? Gab es wirklich sonst niemand? Wenn man ih(r)m einen alten Parka anzieht, und eine 2l- Flasche Frizzantino in die Hand drückt, würde sie auf keinem Bahnhofsvorplatz auffallen.

Herr Wolfgang Trantow

22.01.2015, 15:33 Uhr

Windkrafträder sind unsere Zukunft, so unsere Politiker und experten. Nur bei Windstärke"2" müssen sie abgeschaltet werden, da zu größe Gefahrenlage. Böse Wetterexperten vertbreiten aber of Windstärke mehr als 2. Alles nur Versagen, Lügner???? Wieso gibt es in Deutschland keine Fachleute mehr? Haben wir alle vertrieben??

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