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29.03.2012

20:14 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Pro Sieben installiert Innovationschef

VonHans-Peter Siebenhaar

Pro Sieben Sat 1 reagiert mit einem Innovationschef auf das veränderte Werbegeschäft.

Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling reagiert auf den veränderten Werbemarkt, indem er einen Innovationschef installiert. dpa

Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling reagiert auf den veränderten Werbemarkt, indem er einen Innovationschef installiert.

DüsseldorfDa der Fernsehwerbemarkt in Deutschland weitgehend stagniert, sucht der TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 nach neuen Ideen, um unabhängiger von den Werbeeinnahmen zu werden. Ab dem 1. April soll Hans Fink als Innovationschef neue Produkt- und Geschäftsideen entwickeln und ins operative Geschäft integrieren. Er soll die Internationalisierung des Beteiligungs-Geschäfts vorantreiben und die Talentsuche ausbauen. Das bestätigte das Unternehmen dem Handelsblatt.

Der 44-Jährige Musikmanager berichtet direkt an Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling. Der Erfolgsdruck für alle Beteiligten ist groß. Bis 2015 soll laut Ebeling die Hälfte des Umsatzes nicht mehr aus dem klassischen Werbegeschäft kommen. Fink gilt als Unternehmerpersönlichkeit. Er hat in den vergangenen Jahren für den MDax-Konzern Pionierarbeit geleistet. So hat er das Musiklabel Starwatch gegründet, das mit Künstlern wie Udo Lindenberg oder Roger Cicero 40 Millionen Euro Umsatz macht.

Laut Fink hat sich das Geschäft mit der Tochter Seven Ventures, die für Beteiligungen zuständig ist, „sehr gut“ entwickelt. „Wir haben einen Umsatz von 40 Millionen bereits im zweiten Jahr nach der Gründung gemacht und wollen Wachstumsraten von 25 bis 50 Prozent erzielen“, sagte er. Der neue Innovationschef kündigte weitere Zukäufe an.

Pro Sieben Sat 1 braucht dringend eine Erfolgsgeschichte. Die beiden Finanzinvestoren KKR und Permira wollen noch in diesem Jahr aussteigen, berichten Unternehmensinsider. Zuletzt war über einen Verkauf ihrer Anteile an den amerikanischen Medienkonzern Time Warner berichtet worden. Doch das gilt in der Branche als unwahrscheinlich. „Für die Amerikaner ist dieser Fisch einfach zu groß“, sagte ein Fernsehvorstand.

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