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31.05.2016

10:47 Uhr

Handelsblatt Jobturbo

Wo Finanz-Experten die besten Jobchancen haben

VonMiriam Bax

In der Finanzwelt herrscht Verunsicherung. Doch auf dem Arbeitsmarkt ist das kaum zu spüren. Die gesamte Branche sucht derzeit qualifizierte Fachkräfte. Der Handelsblatt Jobturbo zeigt, wo die Chancen am besten stehen.

Die Zahl der Stellenanzeigen in der Finanzbranche steigt stetig.

Aufschwung

Die Zahl der Stellenanzeigen in der Finanzbranche steigt stetig.

KölnNiedrige Zinsen und der schwache Kapitalmarkt haben unsichere Zeiten in der Finanzbranche verursacht. Mit massiven Schrumpfkuren sollen Banken wieder in die Spur gelenkt werden. Von Pessimismus und miesen Jobaussichten ist in den Stellenbörsen dagegen wenig zu sehen. Dort dreht sich das Jobkarussell weiter. Über 19.000 Treffer kommen zusammen, wenn man sich derzeit im Bereich Banking & Finance durch die Angebote des Handelsblatt Jobturbos klickt.

Nach einem schwachen Winter sind die Stellenanzeigen fast sämtlichen Tätigkeitsbereichen gestiegen und das belegt den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Im Vergleich zum Februar bedeutet das nach einer Jobturbo-Analyse für den Monat März ein Plus von 17 Prozent. Basis der Auswertung sind sämtliche Stellenanzeigen aus den führenden Online-Stellenbörsen, Tages- und Wochenzeitschriften, die im Handelsblatt-Jobturbo zusammenfließen.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

Angebotsstrategie

Analysieren Sie, was Ihrem Traumarbeitgeber fehlt. „Das kann alles Mögliche sein, vom Youtube-Werbevideo über neue Vertriebsmethoden bis hinzu Beziehungen in einen interessanten Auslandsmarkt“, schreibt Karriereexpertin Svenja Hofert in Ihrem Buch „Die Guerilla Bewerbung“, das im Campus Verlag erschienen ist. Die Kunst ist, das Defizit vor dem Arbeitgeber zu erkennen und ihn davon zu überzeugen, dass er es mit Ihrer Hilfe beheben kann.

Die Kettenbrief-Strategie

Schlagen Sie Ihr Adressbuch auf und suchen Sie zehn Kontakte heraus, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem neuen Job behilflich sein könnten. Wichtig sind nicht nur Menschen, die direkt einen Arbeitsplatz für Sie haben könnten, sondern auch Personen, die viele interessante Kontakte haben. Schreiben Sie ein prägnantes Kurzprofil, schicken Sie es an Ihre Kontakte mit der Bitte es wiederum an zehn Kontakte weiterzuleiten.

Die Terminstrategie

Persönlich miteinander in Kontakt kommen, das ist die Idee hinter dieser Strategie. Suchen Sie sich Ihren Wunscharbeitgeber und überlegen Sie, wer vor Ort der beste Ansprechpartner sein könnte. Rufen Sie einfach an, erklären Sie Ihr großes Interesse an dem Unternehmen und bitten Sie um einen kurzen Termin zum Kaffeetrinken. So ist der erste Kontakt hergestellt.

Die Anti-Aging-Strategie

Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihrem Alter entspricht. Das hört sich erstmal hart an, ist aber ganz plausibel. Bewerben Sie sich nicht auf Inserate, die mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraussetzen, denn hier liegen nicht Ihre Stärken. Für viele ältere Führungskräfte, die es am Ende der beruflichen Laufbahn nochmal wissen wollen, ist die Position des Interimsmanager eine geeignete Aufgabe. Die Arbeitsagentur oder private Vermittler helfen gerne weiter.

Die Projektstrategie

Oftmals ist Projektarbeit der Einstieg in die Festanstellung. Deshalb überlegen Sie sich genau, erstens welches Projekt Sie realisieren könnten und zweitens für welche Institutionen oder Firmen es interessant sein könnte. Treten Sie an die potentiellen Interessenten heran und überzeugen Sie sie von Ihrer Idee. Die Bereitschaft in ein Projekt einzuwilligen ist höher, als eine neue Stelle zu schaffen. So können beide Seiten herausfinden, ob es passt.

Die Baumeister-Strategie

Schaffen Sie sich Ihren Traumjob einfach selbst. Entdecken Sie den Bedarf an einer bestimmten Dienstleistung oder einem Produkt und schlagen Sie einem Träger vor, sich darum zu kümmern. Das funktioniert besonders gut im öffentlichen Bereich. Sind Sie von der Idee restlos überzeugt, können Sie es sogar wagen, einen eigenen Verein oder eine Stiftung zu gründen.

Die Power-Mail-Strategie

Schreiben Sie eine E-Mail, die der Leser nicht ignorieren kann. Finden Sie heraus, an welchen Stellen Ihr Lieblingsunternehmen Nachholbedarf hat und präsentieren Sie sich als Lösung. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie in der Branche schon Erfahrungen und Kontakte haben. Für diese Variante muss „Ihr Können und Ihr Hintergrund“ sehr interessant sein.

Die Expertenstrategie

Sie kennen sich mit einer speziellen Aufgabe oder einem Themengebiet gut aus und haben mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich? Dann könnte die Expertenstrategie die richtige sein. Wichtig ist, ihr Spezialgebiet so umfassend zu definieren, dass sie auf viele Angebote passen, aber gleichzeitig so viel Expertise zu besitzen, dass nicht viele mit Ihnen konkurrieren können. Die Autorin nennt sich zum Beispiel Expertin für neue Karrieren und nicht Spezialistin für MBA-Programme.

Denn wo zwar im Zuge digitaler Transformationen im Bereich Kundenberatung zum Beispiel abgebaut wird, besteht laut Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) aber erhöhte Nachfrage nach Bankern mit IT- und Anwendungs-Know-how. Dies sind insbesondere Systemadministratoren und Softwareentwickler.

Personalberatungen melden außerdem steigenden Bedarf an Business Analysten. Diese bringen angesichts immer komplexere Geschäftsabläufe wertvolle Schnittstellenkompetenzen für Banken und Beratungsunternehmen mit. Auch für Buchhalter sieht es gut aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Angebot hier laut Jobturbo um rund 18 Prozent nach oben geklettert.

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