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24.02.2015

18:47 Uhr

Handelspannen bei der SGX

Chef der Börse von Singapur muss gehen

Magnus Bocker, Chef der Börse Singapur, muss nach zwei Handelspannen und gefallenem Handelsvolumen gehen. Die SGX ist ein Partnerunternehmen der Deutschen Börse.

Der Chef der Börse Singapur muss nach Handelspannen seinen Hut nehmen. dpa

SGX

Der Chef der Börse Singapur muss nach Handelspannen seinen Hut nehmen.

SingapurDer Chef der Börse von Singapur (SGX) muss nach zwei Handelspannen und Rückgängen im Aktienhandel seinen Hut nehmen. Der Ende Juni auslaufende Vertrag von Magnus Bocker werde nicht verlängert, teilte das Partnerunternehmen der Deutschen Börse am Dienstag mit.

Der 53-Jährige war nach zwei Handelspannen Ende 2014 in die Kritik geraten. Zudem ist das Handelsvolumen an der Singapore Exchange (SGX) gefallen und lag zuletzt unter dem an der thailändischen Börse. Bocker hatte vor kurzem im Reuters-Interview erklärt, eine Vertragsverlängerung sei Sache des SGX-Aufsichtsrats. Er fühle sich bei der SGX sehr wohl. Nun sagte er, die Zeit sei gekommen, um neue Herausforderungen anzugehen.

Die SGX kooperiert mit der Deutschen Börse bei der Nutzung von Datenzentren. Ab 2016 könnte das Unternehmen zudem an das Liquiditäts-Netzwerk der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream angeschlossen worden. Deutschland größter Börsenbetreiber hat in dem asiatischen Inselstaat große Pläne.

Im ersten Halbjahr 2016 will das Unternehmen dort ein Clearinghaus eröffnen. Solche Abwicklungsanstalten stellen sich bei Geschäften zwischen Käufer und Verkäufer und springen ein, falls einer der Handelspartner ausfällt. Um Transparenz und Sicherheit im Hunderte Billionen Euro schweren Derivatemarkt zu erhöhen, wollen Aufseher rund um den Globus, dass künftig mehr Geschäfte über solche Abwicklungshäuser laufen.

Von

rtr

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