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28.10.2013

21:04 Uhr

Handelssanktionen

Deutsche Börse droht hohe Strafe

Wegen möglicherweise unerlaubten Geschäften mit iranischen Kunden droht der Deutschen Börse eine Millionen-Strafe. Die könnte sich zwar noch um zehn Prozent reduzieren, aber auch genauso verdoppeln.

Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main. Durch Geschäfte mit iranischen Kunden droht eine Millionenstrafe. dpa

Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main. Durch Geschäfte mit iranischen Kunden droht eine Millionenstrafe.

FrankfurtDer Deutschen Börse droht wegen Geschäften mit iranischen Kunden eine Strafe von über 100 Millionen Euro. Die US-Exportkontrollbehörde OFAC habe ihre Ermittlungen gegen die Börsen-Tochter Clearstream abgeschlossen, teilte die Deutsche Börse am Montag mit. Sollte die Behörde zum jetzigen Zeitpunkt eine Strafe erlassen, würde diese 168,78 Millionen Dollar (umgerechnet 122,4 Millionen Euro) betragen. Clearstream habe aber noch die Möglichkeit, einen Vergleich mit den US-Behörden zu erzielen - dann würde sich die Strafe um zehn Prozent auf 151,9 Millionen Dollar reduzieren.

Die Deutsche Börse will die erhaltenen Informationen prüfen und über einen Vergleich mit OFAC entscheiden, erklärte der Dax-Konzern. Im Geschäftsabschluss für das dritte Quartal 2013 werde eine entsprechende Rückstellung gebildet. Die Deutsche Börse veröffentlicht ihre Bilanz am Dienstag.

Im Januar hatte die Börse mitgeteilt, OFAC gehe dem Verdacht nach, dass Clearstream 2008 gegen Handelssanktionen gegen den Iran verstoßen habe. Die Behörde erwäge, deshalb eine Geldbuße von rund 340 Millionen Dollar zu verhängen.

Von

rtr

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