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05.12.2013

19:08 Uhr

Hans Peter Wollseifer

Neuer Handwerkspräsident gewählt

Hans Peter Wollseifer ist mit absoluter Mehrheit zum neuen Handwerkspräsident gewählt worden. Der 58-Jährige aus der Nähe von Köln löst den Dortmunder Otto Kentzler ab. Ideen für seine Amtszeit hat er bereits genug.

Der neu gewählte Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer (r) nimmt in Dortmund auf der Vollversammlung des Verbandes die Glückwünsche seiner Vorgängers Otto Kentzler entgegen. dpa

Der neu gewählte Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer (r) nimmt in Dortmund auf der Vollversammlung des Verbandes die Glückwünsche seiner Vorgängers Otto Kentzler entgegen.

DortmundDer Maler- und Lackierermeister Hans Peter Wollseifer aus Hürth bei Köln ist neuer Handwerkspräsident. Die Vollversammlung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wählte den 58-Jährigen am Donnerstag zum Nachfolger von Otto Kentzler, dessen Amtszeit zum Jahreswechsel endet. Wollseifer habe sich bei der geheimen Abstimmung mit absoluter Mehrheit gegen seine beiden Gegenkandidaten Franz Prebeck aus Niederbayern und Rainer Reichhold aus Stuttgart durchgesetzt, teilte der ZDH mit. Der Verband ist die Interessenvertretung von mehr als einer Million Handwerksbetrieben in Deutschland.

„Das Handwerk versteht sich als Partner und Berater der Politik“, sagte Wollseifer nach seiner Wahl. Diese Tradition wolle er fortsetzen, „zumal es bei der Politik aktuell echten Beratungsbedarf gibt“. Das Handwerk ist mit den Vereinbarungen von Union und SPD zu Arbeitsmarkt und Rente im Koalitionsvertrag unzufrieden und fürchtet Jobverluste.

„Wenn die Rentenkasse Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe verkraften muss, ist das negativ für Wachstum und Beschäftigung“, warnte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke in der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Die schwarz-rote Rentenpolitik könnte Jobs gerade im Handwerk kosten.“ Auch der geplante flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könne Arbeitsplätze gefährden, „weil wir eine Reihe von Tarifverträgen haben, die auch nach 2016 voraussichtlich noch für manche Gruppen Löhne von unter 8,50 Euro vorsehen werden, gerade in Ostdeutschland“.

Der neue Handwerkspräsident Wollseifer führt ein bundesweit tätiges unternehmen Unternehmen zur Gebäudesanierung. Sein neues Amt tritt er am 1. Januar 2014 an. Sein Vorgänger Kentzler stand neun Jahre an der Spitze des Handwerksverbands. Wollseifer schlug Kentzler für das Amt des Ehrenpräsidenten des ZDH vor.

Von

dpa

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