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21.01.2015

15:47 Uhr

Hanwha Q-Cells

Solarhersteller stellt deutsche Produktion ein

Der südkoreanischen Mischkonzern Hanwha hat 2012 das insolvente Unternehmen Q-Cells übernommen. Es wurde stets betont, dass die Stellen in Deutschland erhalten bleiben sollten. Nun wird die Produktion doch eingestellt.

Der südkoreanischen Mischkonzern Hanwha hatte das damals insolvente Unternehmen Q-Cells 2012 übernommen und damit gerettet. dapd

Der südkoreanischen Mischkonzern Hanwha hatte das damals insolvente Unternehmen Q-Cells 2012 übernommen und damit gerettet.

Bitterfeld-WolfenDer deutsch-südkoreanische Solarhersteller Hanwha Q-Cells stellt seine Produktion in Deutschland zum 1. März ein und baut 550 Stellen ab. Die Produktion werde unter anderem nach Malaysia verlagert, Forschung und Entwicklung sollten aber in Bitterfeld-Wolfen erhalten bleiben, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Die Produktion solle künftig komplett an wettbewerbsfähigeren Standorten stattfinden. Etwa 350 Stellen blieben in Deutschland. Das Unternehmen reagiere damit auf den weiter steigenden Kostenwettbewerb in der globalen Solarindustrie, hieß es.

Der südkoreanischen Mischkonzern Hanwha hatte das damals insolvente Unternehmen Q-Cells 2012 übernommen und damit gerettet.

Die größten Solarmodulhersteller der Welt

Platz 9: Hanwha Solar One und REC (Norwegen und Korea)

Das Research-Team des Handelsblatts hat aus Daten von Bloomberg, des Marktforschers IHS und Unternehmensangaben die aktuell zehn größten Solarmodul-Hersteller der Welt ermittelt. Die Liste dürfte vor allem für die Deutschen ernüchternd sein.

Den zehnten Platz teilen sich das koreanische Unternehmen Hanwha Solar und das norwegische Unternehmen REC. Beide verkauften 2012 jeweils Solarmodule mit einem Erzeugungspotenzial von 750 Megawatt.

Platz 8: Sun Power (USA)

Das 1985 im US-amerikanischen Silicon Valley gegründete Unternehmen Sun Power machte im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und verkaufte Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 850 Megawatt.

Platz 7: Jinko Solar (China)

Auf dem siebten Platz befindet sich das chinesische Unternehmen Jinko Solar. Es setzte 2012 mit Auslieferungen von Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität in Höhe von 900 Megawatt insgesamt 591 Millionen Euro um.

Platz 6: Sharp (Japan)

Zu den großen Gewinnern beim Ranking 2012 gehört Sharp. Das Unternehmen lieferte im vergangen Jahr Solarmodule mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1050 Megawatt aus. 2011 waren es noch 725 MW, was Sharp damals den 16. Platz in der Weltrangliste brachte.

Platz 5: Suntech (China)

Der chinesische Konzern Suntech stürzte mit verkauften Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität von geschätzt 1390 Megawatt vom ersten Platz im Jahr 2011 auf den fünften Platz ab. Im April musste das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit mitteilen und ist nun offenbar auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Platz 4: Canadian Solar (Kanada)

Das Unternehmen Canadian Solar wurde erst im Jahr 2001 im kanadischen Ontario gegründet. Nun befindet es sich bereits auf dem vierten Platz der Weltrangliste. Im Jahr 2012 verkaufte es Solarmodulen mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1550 Megawatt.

Platz 3: Trina Solar (China)

Das chinesische Unternehmen Trina Solar schaffte einen großen Sprung vom fünften Platz 2011 auf den dritten Platz 2012. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 1600 Megawatt aus.

Platz 2: First Solar (USA)

Der US-Konzern First Solar belegt unverändert den zweiten Platz in der Weltrangliste der größten Solarmodulhersteller. 2012 lieferte es Produkte mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1800 Megawatt aus.

Platz 1: Yingli Solar (China)

Absolute Weltspitze ist das chinesische Unternehmen Yingli Solar. Der Konzern arbeitete sich von Platz 4 in 2011 hoch mit Auslieferungen von Solarmodulen von 2300 Megawatt im vergangenen Jahr.

Es war dabei stets betont worden, dass Produktion und Entwicklung eng miteinander verzahnt in Deutschland erhalten bleiben sollten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Franz Paul

21.01.2015, 16:22 Uhr

War doch klar. Subventionen kassiert, Know-How transferiert, Anlagen abmontiert und abtransportiert und in Billig-Lohn-Ländern installiert. Für Deutschland bleiben arbeitslose Fachkräfte, zum Ausgleich kommen Millionen ungelernte, für die es hier ausser Drogen verkaufen NICHTS zu tun gibt.Deutschland wird abgeschafft. Und deutsche Politiker sind schuld daran.

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