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02.12.2014

18:13 Uhr

Hapag-Lloyd Fusion ist perfekt

Reederei nimmt Kurs auf die Zukunft

Für die größte deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd beginnt eine neue Epoche. Weltweit findet sie Anschluss an die drei Branchenführer. Größter Einzelaktionär ist nun die chilenische CSAV.

Hapag-Lloyd hat ihre Fusion mit der Containersparte der chilenischen CSAV erfolgreich abgeschlossen. dapd

Hapag-Lloyd hat ihre Fusion mit der Containersparte der chilenischen CSAV erfolgreich abgeschlossen.

HamburgNach monatelangen Vorbereitungen ist die Fusion der deutschen Linienreederei Hapag-Lloyd mit der Containersparte der chilenischen CSAV abgeschlossen. Mit der Freigabe aller wichtigen Wettbewerbsbehörden weltweit wurde die letzte entscheidende Hürde aus dem Weg geräumt und der Abschluss (Closing) vollzogen.

Das teilte Hapag-Lloyd am Dienstag in Hamburg mit. Mit 200 Schiffen und einer Kapazität von rund einer Million Standardcontainer werde Hapag-Lloyd rund 7,5 Millionen Container jährlich transportieren. Das bedeutet den vierten Rang hinter den drei Branchenführern Maersk, MSC und CMA CGM.

Der Jahresumsatz des neuen Unternehmens wird bei rund neun Milliarden Euro liegen. Über die Gewinnsituation lässt sich aus heutiger Sicht noch wenig sagen. Sowohl Hapag-Lloyd als auch CSAV (Compania Sud Americana de Vapores) hatten in ihren Neun-Monats-Quartalsberichten Verluste ausgewiesen.

Der Zusammenschluss soll jedoch hohe Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar jährlich nach sich ziehen - allein durch ein optimiertes Netzwerk, bessere Produktivität und niedrigere Kosten. Das Geschäft der CSAV-Containersparte soll Ende des ersten Quartals in die Hapag-Lloyd-Systeme überführt werden. Bis dahin werde sich an der täglichen Arbeit beider Unternehmen nichts grundlegendes verändern.

Die Fusion zieht auch auf der Kapitalseite des Unternehmens Änderungen nach sich. Nach einer Reihe von Kapitalmaßnahmen wird CSAV mit 34 Prozent größter Gesellschafter von Hapag-Lloyd sein. Weitere Anteilseigner sind die Stadt Hamburg mit 23,2 Prozent, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne mit 20,8 Prozent und die TUI mit 13,9 Prozent der Anteile sowie einige Hamburger Banken und Versicherungen.

Die CSAV, die Stadt Hamburg und Kühne haben vereinbart, 51 Prozent der Anteile zu „poolen“ und wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen. An diesem Pool hält CSAV 50 Prozent und Kühne Maritime sowie die Stadt jeweils 25 Prozent.

Kommentare (1)

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02.12.2014, 18:42 Uhr

Nach dem Scheitern der Fusion mit der Oetker-Linie HH-Süd - man wollte die nun staatsabhängige Hapag nicht mehr - muß man sich mit CSAV begnügen, die sehr viel weniger Bedeutung und Geschäft bringt.

Aber, sagt der Kaufmann: Auch Kleinvieh macht Mist.

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