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10.05.2015

09:02 Uhr

Headhunter

Digitalexperten, verzweifelt gesucht

VonBert Fröndhoff

Spezialisten für den digitalen Wandel in Unternehmen sind begehrt. Das treibt das Geschäft der deutschen Personalberater. Doch die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten sind im Headhunter-Business vorbei – auch dank Xing und Linked-In.

Denn das sind heute schon die entscheidenden Faktoren, nach denen Personalberater geeignete Manager für ihre Kunden auswählen. dpa

IT-Kenntnisse sind Pflicht

Denn das sind heute schon die entscheidenden Faktoren, nach denen Personalberater geeignete Manager für ihre Kunden auswählen.

DüsseldorfMachen Sie sich Gedanken um Ihre weitere Karriere? Dann sollten Sie vor allem auf ihre Kompetenz in Fragen der Digitalisierung achten. Denn das ist heute schon eine der entscheidenden Faktoren, nach denen Personalberater geeignete Manager für ihre Kunden auswählen. Wem es daran mangelt, dessen Chancen sinken rapide. Oder im Branchendeutsch der Headhunter ausgedrückt: Führungskräfte ohne vertiefende Kenntnisse der aktuellen IT und Kommunikationstechnik werden künftig kaum noch Platzierungschancen haben.

So sehen es rund 90 Prozent der deutschen Personalberater in der aktuellen Branchenumfrage des Bundesverbands Deutsche Unternehmensberater (BDU). Die Branche ist im vergangenen Jahr wieder etwas stärker gewachsen als zuletzt – um 5,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro Umsatz. Ein Grund: Sie werden von Unternehmen verstärkt bei der Suche nach Experten für den digitalen Wandel engagiert.

USA und Japan: Headhunter suchen nach neuen Jobs

USA und Japan

Headhunter suchen nach neuen Jobs

Immer mehr Unternehmen suchen sich in den USA ihr Personal selbst. In Japan hingegen blüht das Headhunting erst richtig auf: Erst seit 2014 holen Traditionsfirmen Chefs von außerhalb.

Denn der erfasst so ziemlich jede Industrie in Deutschland, beispielsweise den Maschinen- und Fahrzeugbau, der im vergangenen Jahr eine der stärksten Kundengruppen der Headhunter war. Wie die Unternehmen den digitalen Wandel ihres Geschäfts personell angehen, ist höchst unterschiedlich – manche haben bereits einen Chief Digital Officer eingesetzt, der sich über alle internen Grenzen in der Firma hinweg nach Chancen und Bedrohungen im Zuge Digitalisierung suchen soll. Andere sortieren sich erst noch und schreiben die Profile für die Suche nach Führungskräfte komplett um, beobachtet Regina Ruppert, Geschäftsführerin von Selaestus Personal Management und Vizepräsidentin des BDU.

Bei alteingesessenen Industriefirmen wie Bosch ist der Wandel derzeit gut zu beobachten. Annähernd 12.000 Akademiker will der Stuttgarter Konzern in diesem Jahr einstellen – mit dem erklärten Ziel, das Geschäft mit der digitalen Vernetzung voranzutreiben. Ein Großteil dieser Stellen soll an Software-Ingenieure gehen.

Kommentare (1)

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Michaela Esswein

11.05.2015, 14:47 Uhr

Jetzt musste ich mich doch glatt anmelden um das zu kommentieren.

Auch wenn ein wenig Eigenwerbung mit einfliesst, aber es gibt sehr spezialisierte Recruiter und Headhunter für den Markt des digitalen Wandels und wenn die Unternehmen sich im Vorfeld dazu auch mal beraten lassen würden, weil wir wissen was gebraucht wird, dann würden sie auch schnell besetzen.

Hier muss einfach ein Profi mit an Bord. Schon alleine weil diese Kandidaten ganz anders zu handeln sind, als das was Konzerne an und für sich gewohnt sind. Diese Bewerber lassen sich nicht in Schablonen pressen, sind international, freigeistig, hochqualifiziert.

Wir arbeiten bereits mit mehreren Unternehmen/Beratungsgesellschaften genau zum Thema Digitaler Wandel zusammen und haben so ein exzellentes Portfolio national, wie international, das wir laufend platzieren können und könnten.

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