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12.01.2016

08:42 Uhr

Hello-Fresh-Debakel

Rocket Internet verliert weitere Top-Manager

Der verschobene Börsengang von Hello Fresh und der Streit mit Großinvestor Kinnevik sorgen weiter für Unruhe bei Rocket Internet. Nun verlassen zwei weitere Führungskräfte die Berliner Start-up-Schmiede.

Weitere Führungskräfte verlassen das Berliner Unternehmen. Reuters

Rocket Internet

Weitere Führungskräfte verlassen das Berliner Unternehmen.

BerlinDie Start-up-Schmiede Rocket Internet verliert weitere Führungskräfte. Nach dem Abgang von Pressechef Andreas Winiarski im Oktober verlässt die Leiterin der Rechtsabteilung, Franziska Leonhardt, Ende des Monats den Berliner Konzern, wie mit dem Unternehmen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag sagten. Zudem werde Vize-Finanzchef Uwe Gleitz in Kürze Rocket den Rücken kehren.

Gleitz wie auch Leonhardt waren Mitglieder des ersten Rocket-Aufsichtsrats, der den Börsengang im Oktober 2014 vorbereitet hatte. Beide waren Ansprechpartner nach dem Vorstand und den Chefs für das operative Geschäft und Technikfragen.

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Rocket Internet – das klang lange wie die verwegene Antwort Berlins auf das Silicon Valley. Nun kehrt Ernüchterung ein. Dabei enttäuscht das Unternehmen aber nur jene, die nicht wussten, worauf sie sich einließen.

Firmenkreise bestätigten die Abgänge, die nicht das Kernteam beträfen. Das Ausscheiden von Leonhardt wie auch Gleitz sei persönlich bedingt. Es bestünden keine Probleme, Ersatz zu finden.

Rocket kämpft derzeit mit Gegenwind. Der überraschend verschobene Börsengang des Kochbox-Anbieters Hello Fresh, Berichte über Streit mit dem schwedischen Groß-Investor Kinnevik und ein zuletzt verlangsamtes Wachstum beim Bruttowarenvolumen („GMV“) sorgten für Unruhe – auch im Konzern. Der Aktienkurs lag zuletzt bei unter 24 Euro und damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro.

Von

rtr

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