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27.06.2012

17:24 Uhr

Henkel-Finanzvorstand

Steinebach wollte nie Konzernchef werden

VonChristoph Kapalschinski

ExklusivFür Lothar Steinebach war der Job des Finanzvorstands beim Dax-Konzern die Krönung seiner Laufbahn.

Henkel-Finanzvorstand Lothar Steinebach (l.) zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Henkel AG, Kasper Rorsted und Vorstandsmitglied Kathrin Menges. dapd

Henkel-Finanzvorstand Lothar Steinebach (l.) zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Henkel AG, Kasper Rorsted und Vorstandsmitglied Kathrin Menges.

DüsseldorfDer scheidende Finanzvorstand des Dax-Konzerns Henkel, Lothar Steinebach, wollte nie Vorstandschef eines Unternehmens werden. Das sagte der 64-Jährige dem Handelsblatt. „Ich hatte nie den Ehrgeiz, CEO zu werden. Für andere mag der Finanzchef eine Durchgangsstation sein, für mich war es die Krönung der Laufbahn“, sagte Steinebach der Wirtschaftszeitung.

Er habe Fachmann bleiben wollen. „Wenn ich CEO hätte werden wollen, hätte ich meine Karriere von Anfang an anders angehen müssen: Ich hätte viel stärker quer durch alle Bereiche gehen müssen“, sagte er.

Berufseinsteigern im Finanzwesen empfiehlt Steinebach jedoch einen Blick über den reinen Finanzbereich hinaus: „Das ist eine wichtige Voraussetzung für Führungsqualität.“ Häufige Wechsel des Arbeitgebers hingegen könnten sogar schaden.

Auch Steinebach selbst hielt Henkel lang die Treue. Ende Juni geht er nach 32 Jahren bei dem Düsseldorfer Konzern in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Henkel-Manager Carsten Knobel.

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