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16.12.2014

13:38 Uhr

Herbert Walter

Ex-Chef der Dresdner Bank soll Soffin leiten

Herbert Walter, früher Chef der Dresdner Bank und ehemaliger Kolumnist von Handelsblatt Online, soll den staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin leiten. Walter folgt auf Christopher Pleister, der zum Jahresende geht.

Herbert Walter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank (Archivbild). dpa

Herbert Walter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank (Archivbild).

Berlin/FrankfurtDer frühere Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter soll an die Spitze des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin rücken. Der 61-Jährige werde künftig den Leitungsausschuss der für den Soffin zuständigen Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) führen und damit oberster Bankensanierer werden, bestätigten Finanzmarktkreise am Dienstag Medienberichte.

Walter folgt damit Christopher Pleister, der zum Jahresende geht. Zudem soll die frühere Investmentbankerin Jutta Dönges dem Führungsgremium angehören. Die Bundesregierung wollte die Personalien am Mittwoch beschließen.

Herbert Walter war bis Mai 2014 als Kolumnist für Handelsblatt Online tätig („Der Finanzlotse“). In seinen Beiträgen kritisierte er die Auswüchse der Finanzkrise und plädierte für ein Revival der Aktie.

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Die auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2008 gegründete FMSA gewährt Hilfen aus dem Soffin und erhebt die Bankenabgabe für den bisher nationalen Restrukturierungsfonds. Daneben überwacht die Anstalt die beiden „Bad Banks“ – die Erste Abwicklungsanstalt und die FMS Wertmanagement. Ab 2015 übernimmt die FMSA die Aufgaben einer nationalen Abwicklungsbehörde.

In Deutschland sollen Eigentümer und Geldgeber Banken schon vom kommenden Jahr an bei der Rettung ihres Instituts im großen Stil als erste zur Kasse gebeten werden. Die vorrangige Haftung von Aktionären und Gläubigern gilt damit in Deutschland ein Jahr früher als nach den EU-Vorgaben. Der Einsatz des Soffin wurde bis Ende 2015 verlängert.

Damit gibt es weiter ein nationales Sicherheitsnetz bis zum Start des europäischen Abwicklungsfonds Anfang 2016.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Friedrich Merz

16.12.2014, 16:21 Uhr

Herr Walter hat unabstreitbar eine große Erfahrung und hohe Kompetenz darin, eine Bank zu ruinieren. Wer ihn allerdings für fähig hält, wieder eine verantwortliche Position im Finanzsektor einzunehmen, ist wohl der Meinung, dass man bei der Soffin in nicht so viel kaputt machen kann. Auf alle Fälle freuen sich die Berater auf neue Aufträge.

Herr Knut von Falken

16.12.2014, 18:32 Uhr

……..und mal wieder wird ein Bock zum Gärtner gemacht. Personalpolitischen Entscheidungen im Kanzleramt scheinen sich inzwischen völlig jenseits von Qualifikation und Charakterlicher Eignung abzuspielen.

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